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22.02.2007 

Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ soll Geronzi einigen Mitgliedern des Capitalia-Aktionärspakt erzählt haben, Arpe habe versucht, die US-Bank Citigroup von einer Übernahme der niederländischen ABN Amro und einer späteren Fusion mit Capitalia zu überzeugen. ABN Amro ist mit 8,59 Prozent der größte Aktionär von Capitalia und Mitglied des Aktionärspakts, der knapp ein Drittel der Anteile kontrolliert. Die Stimme der Niederländer wird auch heute entscheidend sein, wenn es darum geht, Arpe das Vertrauen zu entziehen.

Arpe selbst hat zu verstehen gegeben, dass er seinen Posten nicht räumen will. „Ich habe keine Absicht zurückzutreten. Ich mache unbeschwert weiter und poche auf die völlige Korrektheit meines Verhaltens und der des Managements“, zitiert die Zeitung „La Republica“ den Vorstandsvorsitzenden. Er werde am Donnerstag ein neues Rekordergebnis für die Bank vorlegen.

Das italienische Spektakel kommt an den internationalen Finanzmärkten nicht gut an. Die Capitalia-Aktie hat in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren. Die Analysten von Credit Suisse First Boston führen das klar auf den bevorstehenden Ausschluss Arpes zurück. „Der Weggang von Arpe ist so gut wie sicher“, schreiben sie und warnen, dass mit dem erfolgreichen Bankchef auch andere Top-Manager das Haus verlassen werden. „Wer auch immer als neuer Vorstandsvorsitzender nominiert wird, wird nicht den gleichen Status haben, den Arpe in den vergangenen fünf Jahren aufgebaut hat“, sind die Analysten überzeugt. Sie befürchten auch, dass Arpes Abgang die Chancen für eine Übernahme von Capitalia durch Ausländer mindert.

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