Rubenstein hingegen sieht in der Krise eine Chance. „Private Equity muss sich dem Wandel nur anpassen“, sagte er. „Es gibt da eine Menge clevere, hoch aggressive Menschen, die ihr eigenes Geld mit eingesetzt haben. Um die muss man sich keine Sorgen machen.“ Die Fonds würden nun einfach verstärkt in Minderheitsbeteiligungen investieren, kleinere Transaktionen anvisieren und auf Schwellenländer setzen. Die Bewertungen von Firmen seien vielfach so niedrig, dass hohe Verschuldungsgrade gar nicht nötig seien, sagte Rubenstein. „Man wird einen Weg finden, um Geld zu machen.“
Traditionshaus mit eigenwilligem Start
Anfang Rubenstein und zwei Partner gründeten 1987 das Unternehmen im New Yorker Carlyle-Hotel. Mangels zündender Alternativen benannte man sich kurzerhand nach dem Treffpunkt.
Schwergewicht Carlyle verwaltet heute mehr als 75 Mrd. US-Dollar und bewegt sich damit auf einem Niveau mit KKR oder Blackstone. Insgesamt wurden bislang 55 Fonds aufgelegt.
Bush & Co. Der Zugang zur Politik spielt für Carlyle eine entscheidende Rolle. Ex-US-Präsident George Bush senior, aber auch der frühere Außenminister James Baker stehen auf der Beraterliste.
Diversifikation Carlyle setzt nicht nur auf große Übernahmen, sondern auch Immobilien und Wagnisfinanzierung.

