Da inzwischen auch ausländische Anbieter – allen voran American international Group
(AIG),
aber auch Axa
Winterthur und der deutsche Allianz
-Konzern
– in China Lebens- und Sachversicherungen anbieten, bleibt den chinesischen Konzernen nur noch die globale Expansion, so Analysten. "Nur so können sie Größe und Expertise bekommen.“
Darum mache die Partnerschaft von Fortis
und Ping An "sehr viel Sinn“, so Bankenexperte Ivo Naumann. Fortis
sei schon immer sehr international gewesen und bereits in China vertreten. "Und Ping An ist wie Fortis
ein Allfinanzkonzern.“ Allerdings dominiert bei den Chinesen das Versicherungsgeschäft, während die Europäer eher eine Bank mit Versicherung sind. "Beide passen wunderbar zusammen“, so Naumann.
Aber auch finanziell sei das Geschäft für die Chinesen interessant, meint UBS
-Analystin
Sally Ng: "Sie bekommen so eine harte Euro-Währung.“ Und Ping An plant, sein Geschäft stark über das Versicherungsgeschäft auszuweiten. In Zukunft sollen rund zwei Drittel aller Umsätze aus dem Bankenbereich kommen.
Pin An wurde 1988 in Shenzhen gegründet und gilt als moderner und stark expandierender Versicherungskonzern. Branchenführer China Life ist der alte Staatskonzern, der seinen Sitz in Peking hat. "Ausländsiche Banken sind momemntan sehr attraktiv, nachdem die Subprime-Krise deren Aktienkurse hat fallen lassen“, erklärte gestern ein Vorstandsmitglied von China Life in Peking. Auch Chinas Versicherungsriese sei darum "sehr interessiert“ an Zukäufen im Ausland. Nach den Vorschriften Pekings dürfen Chinas Versicherungen nur 15 Prozent ihres Firmenwertes im Ausland investieren.

