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21.08.2008 
Verkauf US-Investor besiegelt

Chronik der IKB-Krise

Die Krise der Mittelstandsbank IKB hat im Sommer 2007 begonnen. Nur mit Milliardenhilfen konnte die Bank vor dem Aus bewahrt werden. Es folgt eine Chronik der wichtigsten Ereignisse.

HB DÜSSELDORF. 20. Juli 2007: Die IKB räumt wegen der US-Hypothekenkrise Belastungen im einstelligen Millionenbereich ein und erklärt, die Marktturbulenzen hätten "praktisch keine Auswirkungen".

28./29. Juli: In einer Krisensitzung von Spitzenvertretern der Kreditwirtschaft wird klar, dass die Probleme der IKB viel größer sind: Die Bank rechnet mit Abschreibungen von einer Milliarde Euro. IKB-Chef Stefan Ortseifen tritt zurück. Der Vorstand der IKB-Großaktionärin KfW, Günther Bräunig, übernimmt das Ruder.

01. August: Die KfW und Bankenverbände schnüren ein erstes Rettungspaket von 3,5 Milliarden Euro.

16. Oktober: Weitere IKB-Vorstände müssen gehen. 29. November: Die IKB erhält im Rahmen des zweiten Hilfspakets eine weitere Risikogarantie des Bankenpools in Höhe von 350 Millionen Euro.

18. Januar 2008: Die KfW startet den IKB-Verkaufsprozess. 13. Februar: Ein drittes Hilfspaket wird nötig: Der Bund schießt 1,2 Milliarden Euro zu, weitere 300 Millionen Euro übernehmen Banken.

17. Februar: Die IKB kündigt eine Kapitalerhöhung von bis zu 1,5 Milliarden Euro an, maßgeblich von der KfW garantiert.

27. Februar: Die EU-Kommission kündigt eine intensive Prüfung der staatlichen Finanzspritzen für die IKB an, die unzulässige Beihilfen sein könnten.

27. März: Die IKB-Aktionäre beschließen auf der Hauptversammlung eine Sonderprüfung, um die Verantwortung von Aufsichtsrat und Vorstand für das Debakel zu klären.

07. April: KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier tritt zurück. 03. Juli: Die IKB schreibt im Geschäftsjahr 2007/08 dank Milliardenhilfen sowie günstiger Bilanz- und Steuereffekte einen Verlust von nur 24 Millionen Euro.

14. August: Die KfW trägt die Kapitalerhöhung fast allein. Das Geld soll der IKB aber erst nach der für Oktober erwarten EU-Entscheidung zufließen. Der KfW-Anteil an der IKB würde dann auf gut 90 Prozent steigen.

21. August: Der US-Finanzinvestor Lone Star erhält den Zuschlag für die IKB.

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