Die US-Bank Citigroup sucht offenbar nach Partnern für die Übernahme der angeschlagenen Rivalin Wachovia. Auf diese Weise wolle Citigroup verhindern, dass sich Konkurrent Wells Fargo große Teile von Wachovia sichere.
HB DÜSSELDORF. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, will Citigroup die angeschlagene Bank Wachovia nicht ganz übernehmen, sondern strebt einen größeren Anteil an den Spareinlagen an. Deshalb bemüht sich Citigroup um die Beteiligung anderer Unternehmen, darunter auch Firmen außerhalb der Finanzbranche.
Ein Sprecher der Citigroup äußerte sich nicht zu dem Bericht. Am Dienstag hatte sich Kreisen zufolge abgezeichnet, dass Wells Fargo rund drei Viertel und Citigroup ein Viertel der Wachovia-Spareinlagen erhalten würde. Die Verhandlungen dauerten aber noch an, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person zur Nachrichtenagentur Reuters.
Der Übernahmekampf zwischen beiden Banken um die angeschlagene Wachovia hatte sich diese Woche mit einer Klage von Citigroup gegen Wells Fargo zugespitzt. Wachovia hatte zunächst einen Kaufvorvertrag für das Privat- und Firmenkundengeschäft mit Citi abgeschlossen, war anschließend aber auf ein Kaufangebot von Wells Fargo eingegangen.

