Die beiden Kölner Immobilienfirmen Colonia Real Estate und Vivacon haben ungeachtet der weltweiten Finanzkrise im vergangenen Jahr Rekordgewinne erzielt. Als Grund führten beide Unternehmen, die sich auf den deutschen Immobilienmarkt konzentrieren, gestiegene Mieteinnahmen an. Die Aktionäre sollen an den sprudelnden Gewinnen beteiligt werden.
rtr DÜSSELDORF. Colonia teilte am Montag mit, erstmals seit der Börsennotierung eine Dividende von 25 Cent je Aktie zu zahlen. Der Vorstand kündigte zudem an, künftig 60 Prozent des operativen Jahresergebnisses ausschütten zu wollen. Nachdem Colonia 2007 den Überschuss auf 67,1 (Vorjahr: 31,1) Mill. Euro mehr als verdoppeln konnte, soll der Gewinn in diesem Jahr auf 72 bis 75 Mill. Euro steigen. Rund 40 Prozent davon seien bereits aus Mieteinnahmen sicher.
Vivacon verbuchte im vergangenen Jahr ein Gewinnplus von 23 Prozent auf 56,2 Mill. Euro und will die Dividende um zehn Cent auf 50 Cent anheben. Für 2008 bekräftigte das Management seine Planung: Das Konzernergebnis soll 60 Mill. Euro erreichen. Der Überschuss könnte allerdings noch stärker wachsen als angekündigt, da ein Ergebnisbeitrag des Immobilienverwalters Curanis noch nicht berücksichtigt worden sei. Vivacon hatte zum 1. Januar 80 Prozent an Curanis erworben. Die Firma aus dem niedersächsischen Munster setzte 2007 nach ersten Berechnungen 25 Mill. Euro um und verdiente vor Zinsen und Steuern 2,5 Mill. Euro.
An der Börse wurden die Unternehmensmeldungen unterschiedlich aufgenommen. Während die Colonia-Aktien mit 14 Euro über drei Prozent im Plus notierten, gab der Vivacon-Kurs in der gleichen Höhe auf 13,80 Euro nach. Im Sog der US-Hypothekenkrise hatten die im Kleinwerteindex Sdax gelisteten Immobilienfirmen wie auch ihre Wettbewerber massive Kursverluste verzeichnet. Colonia büßte binnen Jahresfrist zwei Drittel ihres Wertes ein, Vivacon mehr als die Hälfte.

