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08.09.2008 
65,4 Millionen Aktien

Commerzbank gelingt Kapitalerhöhung

Die Commerzbank hat die angekündigten Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung der Dresdner Bank-Übernahme abgeschlossen und damit eine zehnstellige Summe eingenommen. An der Transaktion verdienen gleich drei Institute mit.

Die Commerzbank braucht zur Finanzierung der Dresdner-Übernahme frisches Kapital. Im Bild: die Hauptgebäude der beteiligten Banken. Foto: apLupe

Die Commerzbank braucht zur Finanzierung der Dresdner-Übernahme frisches Kapital. Im Bild: die Hauptgebäude der beteiligten Banken. Foto: ap

HB FRANKFURT/MAIN. Die Commerzbank platzierte 65,4 Mill. neue Aktien zu je 17 Euro, wie die Bank am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Emission bescherte ihr damit insgesamt 1,1 Mrd. Euro und sei fünffach überzeichnet gewesen.

In einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren wurden institutionellen Investoren insgesamt 65 384 615 neue Aktien angeboten. Die Titel seien mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2008 ausgestattet. Das Bezugsrecht bisheriger Aktionäre war ausgeschlossen. Credit Suisse, JP Morgan und Morgan Stanley begleiten die Transaktion.

Binnen 90 Tagen nach der Übertragung der Aktien an die Erwerber wird die Bank ohne Zustimmung der platzierenden Banken keine weiteren eigenen Aktien ausgeben.

Commerzbank hatten am Montagmorgen nach Bekanntwerden der Kapitalerhöhung weniger als andere Bankentitel von der allgemeinen Markterholung im Kielwasser der Übernahme von Fannie Mae und Freddie Mac durch die US-Regierung profitiert. Gegen 10.35 Uhr verzeichnete die Aktie des Geldinstituts ein Plus von 4,04 Prozent auf 17,50 Euro. Dagegen legten Deutsche Bank an der Dax-Spitze 8,15 Prozent auf 61,31 Euro zu und Hypo Real Estate erteuerten sich um 6,81 Prozent auf 17,09 Euro. Der deutsche Leitindex stieg um 3,65 Prozent auf 6 351,36 Zähler.

"Ich denke, dass die Commerzbank die Nachrichten zu Fannie Mae und Freddie Mac einfach ganz schnell aufgenommen hat, um die Kapitalerhöhung herauszuschieben", sagte ein Börsianer. "Die Commerzbank stand vorher unter Druck, weil sie die Kapitalerhöhung ja für die Finanzierung der Barkomponente beim Kauf der Dresdner Bank braucht", erklärte Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse. "Es war unklug, dass die Geschäftsführung das nicht schon letzten Montag gemacht hat - am Wochenende hat sie mit den Nachrichten zu Fannie Mae und Freddie Mac wohl erkannt, dass heute ein günstiger Zeitpunkt ist, die neuen Aktien loszuwerden."

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