Commerzbank: Mehr als 5000 Stellen in Gefahr

Commerzbank
Mindestens 5000 Jobs sind in Gefahr

Der zweitgrößten deutschen Bank könnte ein größerer Stellenabbau bevorstehen als bisher bekannt. Nach einem Zeitungsbericht sollen mindestens 5000 Stellen oder mehr als zehn Prozent der Belegschaft gestrichen werden.
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DüsseldorfSeit Monaten feilt der Vorstand der Commerzbank an einer neuen Strategie für Deutschlands zweitgrößtes Bankhaus. Dabei soll es um Digitalisierung, Wachstum und Erträge gehen – doch viele Mitarbeiter fürchten, dass bei ihren Jobs der Rotstift angesetzt wird. Mindestens 5000 Stellen oder mehr als 10 Prozent der Belegschaft könnten betroffen sein, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Verweis auf Insider. Dabei seien vor allem Kürzungen im so genannten Back Office der Bank geplant. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass sogar eine fünfstellige Zahl von Stellen gefährdet sein könnte. Die Bank will sich dazu nicht äußern. 

Zielke und seine Mannschaft stehen unter wachsendem Handlungsdruck: Kaum im Amt, hatte der neue Commerzbank-Chef das Gewinnziel der Bank für das laufende Jahr kassiert. Unter Zielkes Vorgänger Martin Blessing hatte die Bank im vergangenen Jahr noch einen Gewinn von rund einer Milliarde Euro ausgewiesen, doch danach lief das Geschäft mehr schlecht als recht. 

Wie andere Institute leidet auch die Commerzbank unter den niedrigen Zinsen, der wachsenden Regulierung und der Zurückhaltung der Kundschaft. Die mauen Zahlen ärgerten auch viele Aktionäre der Bank: An der Börse fiel der Kurs der Papiere seit Jahresbeginn um mehr als 30 Prozent. Entsprechend hoch fallen die Erwartungen an Zielkes Strategie aus.

Schon vor zwei Wochen hatte das Handelsblatt über radikale Umbaupläne bei der Bank berichtet. Demnach erwägt Bankchef Zielke, die schwächelnde Mittelstandssparte der Bank aufzuspalten. Sie galt jahrelang als Gewinnmotor der Bank und liefert in absoluten Zahlen noch immer einen höheren Vorsteuergewinn als alle anderen Sparten der Bank ab.

Doch wichtige Kennziffern verschlechterten sich denkbar schlecht – so hat sich die wichtige Eigenkapitalrendite etwa in den vergangenen drei Jahren mehr als halbiert. Dem Vernehmen nach würde bei einer Aufspaltung der Mittelstandsbank das Geschäft mit kleineren Firmenkunden bei der Privatkundenbank angesiedelt, für größere Mittelständler wäre die Kapitalmarktsparte zuständig. So könnten Doppelarbeiten vermieden und Kosten gesenkt werden, hieß es.

Zudem solle die Investmentbank massiv verkleinert werden. Die Bank wollte sich zu Spekulationen über die neue Strategie oder etwaige Stellenkürzungen bislang nicht äußern. „Wir werden nicht jede Information und Spekulation kommentieren“, sagte Vorstandschef Martin Zielke unlängst in einem internen Interview. In Finanzkreisen heißt es, dass Zielke seine Pläne in der kommenden Woche der Öffentlichkeit vorstellen will.

Kommentare zu " Commerzbank: Mindestens 5000 Jobs sind in Gefahr"

Alle Kommentare
  • @ Herr carlos santos

    Ohne das gigantische staatliche Engagement wäre die Commerzbank AG in die Insolvenz gegangen.

  • Danke Merkel !

  • Herr Thomas Behrends23.09.2016, 12:54 Uhr
    Es ist für mich immer noch ein Wunder, dass Unternehmen,

    ...............

    Sie hätten weiter dazu schreiben sollen :

    Es ist für mich immer noch ein Wunder , dass Unternehmen erlauben dass der Ehemann chef bei der Commerzbank ist...während die Ehefrau bei Golden Sachs tätig ist !!!

    DA IST SPIONAGE NACHTS UNTER SICH ???

    :-))))


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