Commerzbank-Tochter: Commerz-Ventures investiert in Handelsplattform

Commerzbank-Tochter
Commerz-Ventures investiert in Handelsplattform

Commerz-Ventures hat Millionen in das israelische Unternehmen eToro. Die Handelsplattform hat weltweit mehr als vier Millionen registrierte Nutzer. Das Ziel: den Einsatz mindestens verdreifachen.
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FrankfurtGut ein halbes Jahr nach ihrem Start steckt die Commerzbank-Tochter Commerz-Ventures erstmals Wagniskapital in ein Fin-Tech-Unternehmen. Mit drei Partnern investiert die Bank 39 Millionen Dollar (36 Millionen Euro) in die israelische Handelsplattform eToro.

„Wir haben im konkreten Fall einen hohen einstelligen Millionenbetrag investiert“, sagte Stefan Tirtey, einer der beiden Commerz-Ventures-Geschäftsführer am Montag in Frankfurt. Kollege Patrick Meisberger ergänzte: „Wir sind bei ein paar weiteren Investments in konkreten Verhandlungen, die angestrebten vier bis fünf Abschlüsse pro Jahr sind durchaus möglich. Das ist aber auch kein Muss.“

Die 2007 gegründete eToro Group Ltd. beschreibt sich als „erster globaler Marktplatz für Leute, um Währungen, Rohstoffe und Indizes online auf einfache, transparente und angenehmere Art und Weise zu traden“. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als vier Millionen registrierte Nutzer.

„Als Investor ist unser Anspruch, dass man bei einem jungen Unternehmen zehnmal sein Geld wieder verdienen kann, bei einem schon etablierten Unternehmen wie im konkreten Fall drei- bis fünfmal“, erklärte Meisberger.

„Es geht uns auch darum, Türen in den Commerzbank-Konzern aufzumachen. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Portfoliounternehmen idealerweise Geschäfte mit der Commerzbank machen.“ Die Bank versteht sich dabei als mittel- bis langfristiger Kapitalgeber, wie Tirtey erklärte: „Die generelle Zeitspanne bei unseren Investments sind drei bis acht Jahre.“

Commerz-Ventures hatte zum 1. Oktober die Geschäftstätigkeit aufgenommen, seither wurden Gespräche mit mehr als 100 Unternehmern geführt. Die 100-Prozent-Tochter der Commerzbank investiert in Unternehmen, die sich mit innovativen Ideen bereits etabliert haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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