Commerzbank: Verdi kündigt Widerstand gegen Stellenabbau an

Commerzbank
Verdi kündigt Widerstand gegen Stellenabbau an

Die angeschlagene Commerzbank kommt nicht zur Ruhe. Die Spekulationen über einen massiven Stellenabbau beunruhige die Belegschaft. Der Vorstand hält sich bedeckt – die Gewerkschaft nicht.
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FrankfurtBei der Commerzbank geht das Zittern um tausende Arbeitsplätze weiter. Am Freitag machten erneut Berichte über einen großen Personalschnitt im Inlandsgeschäft die Runde. Die Bank erwägt demnach den Abbau von 4000 bis 6500 Stellen in Deutschland. Beim geplanten Umbau der teilverstaatlichten Bank könnten 10 bis 15 Prozent der zuletzt rund 43.400 Stellen im Inland auf der Kippe stehen, berichtete etwa die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitag) unter Berufung auf Finanzkreise. Die Gewerkschaft Verdi kündigte Widerstand an.

In dem FAZ-Bericht hieß es, bei der genannten Zahl handele es sich nur um eine vorläufige Größenordnung. Bei den im Februar startenden Gesprächen mit dem Betriebsrat könne die Zahl noch deutlich sinken. Die Bank selbst wollte die Informationen nicht kommentieren.

Spekulationen über einen massiven Abbau von bis zu 6000 Stellen gibt es bereits seit mehreren Monaten, nachdem Commerzbank-Chef Martin Blessing im Sommer 2012 angekündigt hatte, den Gewinn im bisher schwachen Geschäft mit Privatkunden deutlich steigern zu wollen.

Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Freitag erneut entschlossenen Widerstand gegen die Streichpläne an. „Unser Ziel ist es, den Stellenabbau so weit zu begrenzen, wie es irgend geht“, erklärte ein Sprecher in Berlin. Der Vorstand habe seine Ankündigungen bislang nicht konkretisiert. Allgemein hält die Gewerkschaft den Stellenabbau für kontraproduktiv beim geplanten Ausbau des Privatkundengeschäfts. Laut Verdi gilt der Kündigungsschutz aus der Integration von Commerzbank und Dresdner Bank noch bis Ende 2013. Dieser Schutz müsse auf jeden Fall eingehalten und verlängert werde, hatte die Gewerkschaft schon im November verlangt.

Details sollen erst nach Gesprächen zwischen Bank und Arbeitnehmervertretern bekanntgegeben werden. Dabei geht es unter anderem auch um flexiblere Arbeitszeiten für die Angestellten, wie zuletzt Privatkundenvorstand Martin Zielke betont hatte. Unklar bleibt zunächst auch, ob weitere der noch rund 1200 Filialen der zweitgrößten Bank in Deutschland geschlossen werden.

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