Credit Suisse: Italiens Finanzpolizei nimmt Schweizer Bank ins Visier

Credit Suisse
Italiens Finanzpolizei nimmt Schweizer Bank ins Visier

Die Schweizer Großbank soll reichen Italienern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben, sagen Insider. Es gehe um 14 Milliarden Euro, die systematisch vor dem Fiskus des Landes versteckt worden sein sollen.

MailandDie Schweizer Großbank Credit Suisse ist italienischen Justizkreisen zufolge ins Visier der dortigen Steuerfahnder geraten. Sie gingen Vorwürfen nach, das Institut habe reichen Italienern geholfen, Steuern zu hinterziehen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Insiderkreisen. Dabei nehmen die Ermittler den Insidern zufolge ein System unter die Lupe, mit dem bis zu 14 Milliarden Euro vor den Steuerbehörden versteckt worden sein sollen.

Im Dezember 2014 hatte die Finanzpolizei in dem Zusammenhang bereits die Büros von Credit Suisse in Mailand durchsucht.

Die Großbank erklärte, sie habe ihr Geschäft auf steuerkonforme Kundengelder ausgerichtet und verfüge über klare interne Regeln um sicherzustellen, die italienischen Gesetze einzuhalten. Nachdem die Regierung in Italien Ende 2014 ein freiwilliges Selbstanzeigeprogramm für Steuersünder aufgesetzt habe, habe Credit Suisse ihre Kunden sofort um Klärung gebeten.

Die Strafverfolger in Mailand hatten bei ihren 2014 begonnenen Ermittlungen Berater und Vertreter der Bank sowie hunderte reiche italienische Kunden ins Visier genommen - nicht jedoch die Bank selbst. Die italienische Finanzpolizei nehme nun 13.000 Credit-Suisse-Kunden unter die Lupe - allerdings würden wohl nicht gegen alle Ermittlungen aufgenommen, hieß es in den Justizkreisen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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