Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat die Kreditkrise im dritten Quartal 2007 mit einem blauen Auge überstanden. Trotz einem im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunkenen Gewinn, lag das Ergebnis im Rahmen der Ankündigungen. Und: Mit einer Abschreibung von 2,2 Mrd. Franken stand das Institut weitaus besser da als sein Konkurrent UBS.
Die Subprime-Krise hat Credit Suisse im dritten Quartal nicht schwerer erwischt als erwartet. Foto: dpa
HB ZÜRICH. Obwohl Anleger Mittel in Milliardenhöhe aus Geldmarktfonds abzogen, blieb dem Institut unter dem Strich ein Gewinn, der mit 1,30 Mrd. Franken (776 Mill. Euro) zwar um 31 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag, aber so ausfiel wie die zweitgrößte Bank der Schweiz vor vier Wochen angekündigt hatte.
Credit Suisse kam somit besser davon als der Konkurrent UBS, der alles in allem einen Verlust von rund einer Milliarde Franken eingefahren hat und fast doppelt so viel abschreiben musste. Merrill Lynch hatte mehr als acht Mrd. Dollar abschreiben müssen.
Für die Zukunft zeigte sich die Bank vorsichtig. Credit Suisse sei im Geschäft mit verbrieften Krediten (CDO) im Vergleich zu Konkurrenten nur minimal engagiert, sagte Finanzchef Renato Fassbind. Die Kreditverpflichtungen im Bereich Unternehmensfinanzierung (Leveraged Loan) gab er allerdings mit 60 Mrd. Franken an. Es gebe zwar Anzeichen, dass manche Marktaktivitäten wieder zunehmen, aber wann eine Normalisierung eintrete, sei offen. Und wenn die Märkte sich bewegten, müsse man bei den Neubewertungen nachziehen, sagte Fassbind.
Das Investment Banking der Gruppe, wo die Geschäfte mit der Verbriefung von bonitätsmässig minderwertigen US-Hypotheken angesiedelt ist, konnte sich mit einem Überschuss von sechs Mill. Franken gerade noch in den schwarzen Zahlen halten. Im zweiten Quartal hatte der Konzern hier noch 2,5 Mrd. verdient. Die Abschreibungen verteilten sich je zur Hälfte auf Hypothekenverbriefung und auf Leveraged Loans.
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