Die Direktbanken stemmen sich gegen die Börsenflaute. Erfolgreich ist dabei die HVB
-Tochter: Die Bank meldet einen Gewinnanstieg im ersten Quartal. Entgegen dem Branchentrend will sich die DAB-Bank weiter auf das Wertpapiergeschäft konzentrieren.
MÜNCHEN. Die Direktbanken stemmen sich gegen die Börsenflaute. Die DAB-Bank konnte gestern wie zuvor schon die Comdirect
trotz eines deutlich gesunkenen Provisionsüberschusses von einem Gewinnanstieg im ersten Quartal berichten. Im Gegensatz zu dem Konkurrenten will sich die DAB-Bank aber nicht in Richtung einer Vollbank entwickeln. "Wir wollen uns weiter auf das Wertpapiergeschäft als Kernkompetenz konzentrieren", sagte Vorstand Alexander von Uslar gestern in München. Die Comdirect
hatte in dem schwierigen Börsenumfeld von ihrer breiten Aufstellung profitiert. Die Commerzbank-Tochter fokussiert sich seit einiger Zeit mehr auf Girokonten und Tagesgeld und bietet auch Baufinanzierungen an.
Die DAB-Bank ist zwar stärker vom Auf und Ab der Börsen abhängig. Im ersten Quartal steigerte die Hypo-Vereinsbank-Tochter den Vorsteuergewinn dennoch um sieben Prozent auf 13,5 Mill. Euro. Das war das bisher beste Quartal für die Bank. Im Gesamtjahr peilt die DAB-Bank weiter einen Anstieg um 20 Prozent auf 55 Mill. Euro an.
Allerdings schränkte Uslar die Prognose leicht ein: Falls das Umfeld an den Börsen das ganze Jahr über so schwierig bleibe wie zuletzt, sei das Ziel eine Herausforderung. Er rechne aber mit Besserung im Lauf des zweiten Halbjahres. "Es gibt erste Silberstreifen am Horizont."
Im ersten Quartal profitierte die DAB-Bank vor allem von einem gestiegenen Zinsüberschuss, der um mehr als ein Drittel auf 13,4 Mill. Euro stieg. Der Provisionsüberschuss sank dagegen um knapp ein Viertel auf rund 29 Mill. Euro.

