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25.08.2008 
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Dänische Zentralbank kauft angeschlagene Roskilde Bank

Die dänische Zentralbank hat angekündigt, die in Schwierigkeiten geratene Bank Roskilde selbst zu übernehmen. Das kleinere Institut stecke in einer äußerst prekären Lage, teilte die Zentralbank mit und nannte einen Kaufpreis von 4,5 Mrd. Kronen (etwa 603 Mill. Euro). Der Handel mit Roskilde-Aktien wurde an der Börse in Kopenhagen am Montag ausgesetzt.

HB KOPENHAGEN. „Es wird erwartet, dass eine Übernahme dazu beiträgt, dass der negative Effekt auf das dänische Finanzsystem begrenzt wird“, erklärte die Zentralbank. Noch im Juli hatten die Notenbanker dem Institut Kreditgarantien von rund 100 Mill. Euro gegeben. Im Zuge der Krise stellte sich die Bank selbst zum Verkauf, ein Bieter fand sich jedoch nicht. Als Grund für die Probleme nannte Roskilde neben der Finanzmarktkrise den Abschwung an den dänischen Immobilienmärkten. Das Institut musste eigenen Angaben zufolge wesentlich höhere Abschreibungen auf Immobiliendarlehen vornehmen als erwartet.

Die Zentralbank teilte mit, eine genaue Durchsicht des Zwischenberichts von Roskilde habe zusätzliche Verluste ergeben, die so hoch seien, dass die Bank die Kriterien für die Zahlungsfähigkeit nicht mehr einhalte. Roskilde sagte, eine noch laufende Untersuchung habe zusätzliche Abschreibungen auf Immobiliendarlehen in Höhe von umgerechnet 134 Mill. Euro zutage gebracht, die sich auf den Halbjahres-Vorsteuergewinn auswirken würden. Die Abschreibungen kommen zu einem im Juli prognostizierten Verlust in Höhe von umgerechnet 72 Mill. Euro hinzu.

Die Regierung unterstütze die Rettung von Roskilde, teilte die Zentralbank mit. Über ein neues Institut sollte sämtliches Vermögen aufgekauft und mit wenigen Ausnahmen Schulden und Verbindlichkeiten übernommen werden. Roskilde Bank hat 600 Mitarbeiter und etwa 100 000 Kunden. Alle Angestellten sollen übernommen werden.

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