Daimler-Chrysler Bank frohlockt: Jeder zweite Mercedes wird auf Pump gekauft

Daimler-Chrysler Bank frohlockt
Jeder zweite Mercedes wird auf Pump gekauft

Die Verkaufszahlen für Mercedes-Benz sind im vergangenen Jahr gestiegen – und parallel dazu der Bedarf an Finanzierungen. Entsprechend erfolgreich war die Daimler-Chrysler Bank in 2006. Doch was ist, wenn sich der Konzern von der US-Tochter Chrysler trennt?

HB STUTTGART. Man sei gut ins Jahr gestartet und rechne mit einem erfolgreichen Geschäftsverlauf, sagte Bank-Chef Peter Zieringer am Montag in Stuttgart. Das Institut konnte 2006 sein Vertragsvolumen bei Finanzierung und Leasing von Automobilen um 5 Prozent auf 16 Mrd. Euro bzw. 774 000 Verträge steigern. Die Autobank habe damit ihr Portfolio in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. Mit 1,148 Mill. Fahrzeugen hatte alleine die Hauptmarke Mercedes-Benz im vergangenen Jahr 6,5 Prozent mehr Wagen verkauft als noch 2005.

Zu den Auswirkungen einer möglichen Abspaltung des US- Autobauers Chrysler auf die Bank wollte sich Zieringer nicht äußern. Allerdings stammen nur 4 Prozent der finanzierten Fahrzeuge von dem angeschlagenen amerikanischen Autobauer.

Zieringer machte keine genauen Angaben zum Gewinn der Bank. Er verwies darauf, dass die übergeordnete Sparte Financial Services 2006 mit einem operativen Gewinn von 1,7 Mrd. Euro ihr fünftes Rekordjahr in Folge und eine Kapitalrendite von 18,2 Prozent erreicht habe. „Die Daimler-Chrysler Bank als zweitgrößte Landesgesellschaft hat zu dem Ergebnis überproportional beigetragen“, sagte der Banker.

Jedes zweite in Deutschland neu zugelassene Auto von Daimler-Chrysler wird den Angaben zufolge von der Bank finanziert. Insgesamt habe die Daimler-Chrysler Bank, die 2007 ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, mehr als drei Mill. Autos des Konzerns über ihre Finanzdienstleistungen auf die Straße gebracht. Dazu gehörten auch die Nutzfahrzeuge, bei denen die Bank deutscher Marktführer bei Finanzdienstleistungen sei.

Die Daimler-Chrysler Bank, die seit 2002 eine Vollbanklizenz besitzt, betreute Ende 2006 rund 230 000 Kunden (plus 3 Prozent) mit einem Einlagevolumen von 3,1 Mrd. Euro.

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