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09.01.2008 

Die vergangenen Jahre brachten aber nicht nur die Expansion in Lateinamerika: Ende November 2007 erhielt die Bank die Genehmigung, eine Repräsentanz in Moskau zu eröffnen. Sie hofft, sehr bald in diesem Jahr Kunden in Russland bedienen zu können. Im März 2007 war ein Büro in Istanbul eröffnet worden, wenige Monate zuvor eine Niederlassung in Schanghai.

Die Scotiabank ruht auf drei Säulen - dem Bankgeschäft im Inland, den internationalen Operationen und auf der Scotia Capital Inc., ihrer Investmentbank. Den Erfolg des vergangenen Geschäftsjahrs mit einem Rekordgewinn von 4,05 Mrd. Dollar führt Präsident und Vorstandschef Richard E. (Rick) Waugh auf eine "konsistente Strategie der Diversifizierung und unsere drei Wachstumsplattformen" zurück. Die Gewichte der Plattformen haben sich allerdings mit den Jahren verschoben: 2001 lieferte das Inlandsgeschäft noch 45 Prozent des Gewinns, jetzt sind es nur noch 38 Prozent. Dafür stieg der Anteil des internationalen Geschäfts von 23 auf 31 Prozent, während Scotia Capital mit 32 bzw. jetzt 31 Prozent nahezu stabil blieb

.

Analyst Smith lobt das Expansionspotenzial in anderen Märkten. Damit sei die Scotiabank "die am besten positionierte Bank in Kanada". Zwar könnte die Subprime-Krise in den USA auch für die Scotiabank noch Verluste bringen. Doch das Management weist darauf hin, dass die Bank nicht direkt mit dem Subprime-Geschäft in den USA verbunden ist und nur geringe Anteile an "Asset Backed Commercial Papers" (ABCP) hat, den mit Forderungen unterlegten Geldmarktpapieren. Auch verwalte die Scotiabank keine "strukturierten Investmentvehikel" (SIV).

Sumit Malhotra, Analyst bei Merrill Lynch, bezeichnete die Bank Anfang Dezember nach der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal "in der gegenwärtigen Lage der Kapitalmärkte" als "sichereren Namen". Bedeutsame Unwägbarkeiten, wie politische Risiken in Südamerika schienen "nicht besonders aktuell". Zudem seien die Gewinnerwartungen zwischen möglichen Krisen sehr hoch, so dass die Risiken gegenüber den potenziellen Gewinnen balanciert seien.

Andre-Philippe Hardy von RBC Capital Markets erwartet wegen der Präsenz in Lateinamerika und der Karibik mittel- und langfristig überdurchschnittliche Wachstumsaussichten. Mit Blick auf die US- Subprime-Krise sei das Risiko der Scotia geringer als etwa das der Bank of Montreal oder der CIBC. Und Shannon Cowherd von Citigroup Global Markets verweist darauf, dass die Scotiabank schon 1998 gut durch die Krise in den sich entwickelnden Märkten gekommen sei.

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