Deutsch-britische Börsenfusion: Ein Fall für die EZB

Deutsch-britische Börsenfusion
Ein Fall für die EZB

Die Europäische Zentralbank will die geplante Fusion der Deutschen Börse mit der Londoner Börse genau unter die Lupe nehmen. Das kündigte EZB-Chef Draghi an. Unter anderem sei der Brexit ein Problem.
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FrankfurtDer geplante Zusammenschluss der Deutschen Börse mit der Londoner Börse (LSE) könnte eine Prüfung durch die Europäische Zentralbank (EZB) erforderlich machen. Das machte EZB-Chef Mario Draghi in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an ein Mitglied des EU-Parlaments deutlich. Er verwies darauf, dass Töchter beider Konzerne Banklizenzen hätten. Daher könne das Fusionsvorhaben zu einem Eignerwechsel bei einer Bank aus der Euro-Zone führen. Dies müsste die EZB sich dann sorgfältig anschauen, führte Draghi aus.

Ein weiterer Aspekt sei der angestrebte Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Der Brexit könne zur Folge haben, dass die EZB-Aufsicht über zentrale britische Marktakteure nachlasse. "Daher wird es wichtig sein, Lösungen zu finden, die das aktuelle Niveau an Aufsicht und Kontrolle wenigstens aufrechterhalten oder idealerweise sogar verbessern", betont Draghi in dem Schreiben.

Die Zustimmung der EU und der hessischen Börsenaufsicht sind die größten verbliebenen Hürden für die gut 25 Milliarden Euro schwere Fusion der Deutschen Börse mit der LSE. Der Londoner Marktbetreiber kündigte zuletzt den Verkauf einer Tochterfirma an, um die Chancen für das Vorhaben zu erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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