9 Bewertungen ****
06.09.2008 
Neue Übernahmemodelle

Deutsche Bank bleibt an Postbank dran

von Nicole Bastian

Zuletzt häuften sich die Meldungen, dass ein unmittelbarer Verkauf der Postbank zunehmend unwahrscheinlicher würde. Allerdings zeigt die Deutsche Bank wieder reges Interesse an dem Konkurrenzinstitut. Der Branchenprimus prüft neue Beteiligungsmodelle, die sich offenbar stark von der Vorgehensweise im Fall der Fusion von Commerzbank und Dresdner unterscheiden.

Die Deutsche Bank arbeitet an einer neuen Strategie, um die Postbank zu übernehmen. Foto: dpaLupe

Die Deutsche Bank arbeitet an einer neuen Strategie, um die Postbank zu übernehmen. Foto: dpa

Ein Einstieg der Deutschen Bank bei der Postbank ist nicht vom Tisch. Im Gegenteil werden die Pläne konkreter. Wie das Handelsblatt erfuhr, prüft die Deutsche Bank unter anderem, nur mit einem Minderheitsanteil von unter 30 Prozent bei der Postbank einzusteigen. Eine Integration von Deutscher Bank und Postbank würde dann anders als bei Dresdner und Commerzbank zunächst nicht stattfinden.

Nachdem der deutsche Branchenprimus zeitweilig sehr wenig Interesse an einem Einstieg gezeigt habe, sei er wieder in den Verkaufsprozess der Deutschen Post zurückgekommen, hieß es in Finanzkreisen. Es habe Gespräche zwischen Josef Ackermann, dem Chef der Deutschen Bank, und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Frank Appel, gegeben. Entschieden sei indes noch nichts, denn derzeit sei noch völlig unklar, ob Postchef Frank Appel die Postbank zu diesen Bedingungen verkaufen will.

Sprecher der Deutschen Bank und der Deutschen Post wollten diese Informationen nicht kommentieren. Eine Sprecherin der Deutschen Post sagte lediglich, eine Entscheidung zur Zukunft der Postbank sei noch nicht getroffen. Ein Sprecher der Deutschen Bank zog sich auf die allgemeine Äußerung zurück, das Institut sei „an Akquisitionen grundsätzlich interessiert, vorausgesetzt sie sind strategisch sinnvoll und sie schaffen Mehrwert für die Aktionäre.“

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Vorsorgen statt konsumieren  Artikel in Merkliste

04.12.2008

Dies ist keine Zeit für Anschaffungen und Vergnügungen, glauben viele Deutsche. Das geht jedenfalls aus aktuellen Umfragen hervor. Hoch im Kurs steht hingegen die Vorsorge – für schlechte Zeiten und den Ruhestand. Artikel


Anzeige