Die Deutsche Bank macht es der Citigroup nach. Sie will sich einem Zeitungsbericht zufolge von Krediten im Volumen von bis zu 20 Mrd. Dollar trennen. Das Geldhaus wolle die Darlehen nicht als ein Gesamtpaket sondern in Tranchen verkaufen.
bas/hz7HB NEW YORK/FRANKFURT. Bei den Krediten handelt es sich um Darlehen zur Finanzierung von Übernahmen durch Beteiligungsfirmen, berichtet das » „Wall Street Journal“ (WSJ) auf seiner Internetseite. Die Deutsche Bank wolle die Schuldtitel, so genannte „leveraged loans“, an eine Reihe von Investoren verkaufen, darunter auch Beteiligungsgesellschaften, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte keinen Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. Er führte nur an, dass die Bank „die Märkte und das Verhalten der Wettbewerber“ beobachte. Die Bank folgt mit dem Schritt offenbar der US-Konkurrentin Citigroup. Viele Banken sitzen auf umfangreichen Kreditpaketen, die sie aufgrund der Krise am Finanzmarkt inzwischen nicht mehr weiterverkaufen können. Das führte bei Banken rund um den Globus zu milliardenschweren Abschreibungen. Auch bei der Deutsche Bank sind die krisenbedingten Belastungen von bislang fast fünf Milliarden Euro weitgehend darauf zurückzuführen.
In der vergangenen Woche war aus Kreisen verlautet, dass die Citigroup ein 12,5 Mrd. Dollar schweres Kreditpaket an Finanzinvestoren veräußern will. Anders als Citigroup wolle die Deutsche Bank die Papiere in Paketen veräußern, hieß es. Einige der US-Private-Equity-Gesellschaften, die an der Übernahme von Krediten von der Citigroup interessiert seien, verhandeln laut der Zeitung auch mit der Deutschen Bank. Genannt wurden Blackstone Group, Apollo Management LP and TPG. Das Frankfurter Institut führt den Angaben zufolge zudem Gespräche mit einer Tochter der Bain Capital LLC, der Sankaty Advisors. Vertreter der Buyout-Gesellschaften wollten nicht Stellung nehmen oder waren für einen Kommentar nicht zu erreichen.
Die Deutsche Bank und die Citigroup haben den Angaben zufolge die umfangreichsten Positionen an Krediten, die für Buyouts herausgelegt wurden. Nach Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters haben Banken derzeit noch leveraged loans über gut 71 Milliarden Euro in den Büchern, was bereits fast ein Drittel weniger ist als Ende 2007. Allein bei der Deutschen Bank summierte sich das Engagement per Ende vergangenen Jahres auf 36 Milliarden Euro.
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