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14.04.2008 

Auch die US-Investmentbanken kehren mit eisernem Besen durch ihre Bücher. Die in die Chrysler-Transaktion involvierten Institute bereiten derzeit offenbar den Verkauf von Krediten über 3,5 Mrd bis 5 Mrd Dollar vor. Goldman Sachs schuf bereits erste Fakten. Die US-Bank hat Medienberichten zufolge zwischen 300 und 500 Mill. Dollar an Verbindlichkeiten des Automobilherstellers Chrysler an eine Investorengruppe mit hohem Abschlag verkauft.

Damit deutet sich trotz der hohen Abschläge an, dass sich die US-Banken zunehmend von der Last ihrer Übernahmekredite befreien und auf dem Markt Käufer dafür finden. Bestätigt hatte die Citigroup den Verkauf eines Fünf-Milliarden-Dollar-Kredits an die Beteiligungsfirma Terra Firma, mit dem im Vorjahr der Kauf der Plattenfirma EMI finanziert wurde.

BNP Paribas geht in einer Studie jedoch nicht davon aus, dass jetzt alle Banken ihre Übernahmekredite auf den Markt werfen. Nur die Banken unter dem größten Druck dürften ihre Bestände verkaufen. Beim Verkauf der Chrysler-Kredite von Goldman zitiert die Nachrichtenagentur Dow Jones einen Insider, dass der Preis bei nur 63 Cent pro Dollar gelegen habe. Goldman hatte mit einem Konsortium die sieben Mrd. Dollar schwere Finanzierung der 80-Prozent-Übernahme von Chrysler durch die Beteiligungsgesellschaft Cerberus finanziert. Goldman hatte einen Anteil von 1,6 Mrd Dollar. Chrysler wollte die Transaktionen nicht kommentieren. Experten glauben, dass die Verkäufe eine Reaktion auf die Schwierigkeiten des Autobauers und die sich beschleunigende Talfahrt des US-Automarktes sind.

Über Chrysler sage dies, dass der Markt allmählich Autobauer als Schuldner beeinträchtigt sehe, so Chris Donnelly, Analyst der Ratingagentur Standard & Poor's. „Da sind einfach viel mehr Chrysler-Kredite auf dem Markt, als irgendjemand haben möchte.“

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