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14.01.2007 
Interview mit Johannes Baratta,

Deutsche-Bank-Manager: „Volle Bandbreite“

von Die Fragen stellte Stefanie Burgmaier, Wirtschaftswoche

Deutsche-Bank-Manager Johannes Baratta im Gespräch über Private Banking. Warum dieser Begriff oft falsch verstanden wird, welches Einkommen der Kunde mitbringen muss und ob Großbanken wirklich eine enge Beziehung mit einzelnen Kunden aufbauen können, erfahren Sie hier.

Herr Baratta, wie viel Geld muss ich mitbringen, damit Sie mich beraten?

Wir haben keine starre Vermögensgrenze. Unsere Dienstleistung bieten wir allen an, die ein komplexes Vermögen besitzen.

Was ist denn ein komplexes Vermögen?

Vermögen sind etwa dann komplex, wenn sie über verschiedene Generationen und mehrere Familienzweige sowie in verschiedenen Ländern und Währungen angelegt sind. Komplexität kann aber auch aus den Anlageinstrumenten kommen, beispielsweise Derivaten.

Ihre Kunden sind also in jedem Fall mehrfache Millionäre. Wird ein Vermögen nicht automatisch komplexer, je größer es ist?

Nicht unbedingt. Stellen Sie sich eine alte Dame vor, die ihr zweistelliges Millionenvermögen in festverzinslichen Wertpapieren anlegen wollte. Sie wird sicherlich nicht die volle Bandbreite unserer Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Was ist denn der Unterschied in der Betreuung bei Ihnen und in einer normalen Filiale der Deutschen Bank?

Der Hauptunterschied ist, dass wir uns ganz bewusst einen kleineren Kundenstamm leisten und dadurch mehr Zeit für unsere Kunden haben. Diese Zeit erlaubt es uns, in unsere Beratung eine ganze Reihe von hoch qualifizierten Spezialisten miteinzubeziehen, beispielsweise Kreditexperten, Stiftungsexperten oder Kunstfachleute. Die Einschaltung manchmal ganzer Teams lohnt sich zugegebenermaßen nur für hohe Volumina, also für große Vermögen.

Und die anderen Vermögen? Private-Banking-Kunde kann bei der Deutschen Bank jeder werden?

Ich kann nur für das Private Wealth Management sprechen und nicht für den Bereich Privat- und Geschäftskunden, aber auch dort gibt es meines Wissens keine starren Grenzen. Schließlich kann ein Spitzenverdiener aus einem kleinen Vermögen schnell ein Millionenvermögen machen. Oder ein Normalverdiener durch einen Lottogewinn reich werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Verwirrende Begriffe.

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