Deutsche-Bank-Tochter: Von Haller soll bleiben

Deutsche-Bank-Tochter
Privatbank Sal. Oppenheim steht Kahlschlag bevor

Von Haller soll bleiben

Sal. Oppenheim soll im Konzern zwar weiter als eigene Marke erhalten bleiben. Doch Abspecken muss das Haus nun allemal: "In den kommenden 15 Monaten sollen Doppelungen in den Organisationsstrukturen von Sal. Oppenheim und Deutscher Bank überprüft und abgebaut werden", teilte die Privatbank mit. Wo möglich, soll die Infrastruktur der Mutter genutzt werden.

Einzelne Bereiche sollen sogar vollständig in die Deutsche Bank integriert werden. So wird etwa ein Großteil der Publikumsfonds, bei denen Sal. Oppenheim das Portfoliomanagement bislang selbst machte, an die erfolgreiche Fondsgesellschaft DWS abgegeben. Damit dürfte aber noch nicht Schluss sein. "Alle Bereiche stehen auf dem Prüfstand", sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. "Sal. Oppenheim muss einfach noch mehr für die Effizienz tun."

"Mit dem Umbau des Bankhauses stellen wir uns frühzeitig auf die Umwälzungen im deutschen Privatbankenmarkt ein", erklärte Oppenheim-Chef von Haller. Sein Stuhl wackelt nach Angaben aus Finanzkreisen nicht. Neben der Verwaltung großer Privatvermögen soll sich die Bank auch künftig um die Betreuung bestimmter institutioneller Kunden kümmern - etwa Stiftungen, familiengeführte Unternehmen und kirchliche Einrichtungen. Das Depotbank-Geschäft wird sogar ausgebaut.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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