Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004/05 dank Wertsteigerungen im Firmenportfolio sowie einer günstigen Entwicklung des Dollar-Kurses den Gewinn mehr als verfünffacht.
HB FRANKFURT. Für den Rest des am 31. Oktober endenden Geschäftsjahres gab sich die im Kleinwerteindex SDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch zuversichtlich. „Angesichts der Wertsteigerungsperspektiven unseres Portfolios erwarten wir aus heutiger Sicht, dass die Deutsche Beteiligungs AG das Geschäftsjahr 2004/05 mit einem noch einmal verbesserten Ergebnis abschließen wird“, erklärte DBAG-Chef Wilken von Hodenberg. Eine genaue Prognose nannte er nicht. Ende Juni hatte von Hodenberg erklärt, er gehe davon aus, nahe an die Zielrendite von 15 Prozent auf das Eigenkapital heranzukommen.
Von November bis Juli verfünffachte sich der Konzernüberschuss von 7,3 Millionen im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 40,2 Millionen Euro. Damit kommt die DBAG schon nach neun Monaten auf mehr als den doppelten Gewinn des Jahres 2003/04 von 18,2 Millionen Euro. „Unsere Beteiligungen haben sich im vergangenen Quartal weiter gut entwickelt. Dies hat, ebenso wie die aus unserer Sicht erfreuliche Entwicklung des Dollar-Kurses von Anfang Mai bis Ende Juli, ein erfreuliches Bewertungsergebnis und einen entsprechenden Anstieg des Net Asset Value je Aktie zur Folge“, hieß es.
Der Net Asset Value, auch Netto-Vermögenswert genannt, setzt den Wert der Beteiligungen ins Verhältnis zu den ausgegebenen Anteilsscheinen und gilt in der Beteiligungsbranche als zentrale Kennzahl. Er erhöhte sich einschließlich der im März gezahlten Dividende zum 31. Juli auf 14,61 Euro je Aktie. Am 1. November lag er bei 12,57 Prozent. Das entspricht einem Wertzuwachs von 19 Prozent verglichen mit 4,2 Prozent in den ersten drei Quartalen 2003/04.
Mit dem Marktumfeld ist die DBAG zufrieden: „Wir können unser Private-Equity-Geschäft zu nach wie vor guten Bedingungen betreiben.“ Die Gesellschaft erwarte, dass es 2005 im Segment größerer mittelständischer Unternehmen mindestens so viele Transaktionen wie im Vorjahr geben werde.
Wegen eines Liquiditätspolsters von mehr als 30 Millionen Euro hatte die DBAG im Juli im Zuge eines Rückkaufprogramms 9,8 Prozent des Grundkapitals zurückerworben und dafür 22,9 Millionen Euro ausgegeben. Die gut 1,8 Millionen Anteilsscheine wurden komplett eingezogen, so dass sich das Ergebnis je Aktie automatisch erhöht, denn der Gewinn verteilt sich damit auf eine geringere Zahl von Anteilsscheinen. Die Großaktionäre Deutsche Bank und die Vermögensverwaltung Wilhelm von Finck hatten die Transaktion genutzt, um ihre Anteile deutlich zu verringern.

