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27.03.2008 
Aufsichtsrat stimmt Holdingstruktur zu

Deutsche Börse will leichter Schulden aufnehmen

Die Deutsche Börse will sich eine neue Holdingstruktur geben, die eine Schuldenaufnahme erleichtert. Der Aufsichtrat habe der Schaffung einer Holding zwischen der Deutsche Börse AG und der Abwicklungstochter Clearstream beschlossen, teilte die Börse am Donnerstagabend mit.

HB FRANKFURT. „Damit ist die Basis geschaffen für eine eventuelle Erhöhung der Schuldenkapazität“, hieß es. Über die Realisierung und Verwendung würden der Vorstand und der Aufsichtsrat bei Bedarf entscheiden. Derzeit hat das Unternehmen den Angaben zufolge Verbindlichkeiten von rund 1,5 Milliarden Euro, die zur Übernahme der amerikanischen Derivatebörse ISE im vergangenen Jahr verwendet wurden.

Mitte Februar hatte das Unternehmen mitgeteilt, verschiedene Optionen für die Aufnahme von Fremdmitteln prüfen zu wollen. Diese seien dem Aufsichtsrat nun vorgestellt worden, hieß es in der Mitteilung. Weitere Details nannte der Börsenbetreiber nicht. Im Februar hatte es geheißen, die Schulden könnten um mehrere hundert Millionen Euro erhöht werden. Dabei soll die Bonitätsbewertung von Clearstream nicht gefährdet werden. Ob das aufgenommene Geld in die Gruppe investiert oder an die Aktionäre ausgeschüttet werden könnte, ist noch nicht bekannt.

Einer mit der Situation vertrauten Person zufolge wurde in der Aufsichtsratssitzung besprochen, dass das Geld für Investitionen oder auch Zukäufe verwendet werden könnte. Einen Beschluss darüber habe es aber nicht gegeben. Zudem solle der Hauptversammlung vorgeschlagen werden, das Unternehmen für weitere Aktienrückkäufe zu ermächtigen. Die Hauptversammlung soll am 21. Mai in Frankfurt stattfinden. Die Deutsche Börse hatte angekündigt, ihre Aktienrückkäufe baldmöglichst danach fortsetzen zu wollen. 2007 hatte sie eigene Titel im Wert von insgesamt 395 Mill Euro gekauft.

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