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26.04.2008 
Umbau der Finanzbranche

Deutsche Großbanken fordern Fusionswelle

Deutsche Großbanken drängen auf einen tiefgreifenden Umbau der Finanzbranche. Während sich die Deutsche Bank für zwei große heimische Privatkundeninstitute stark macht, deutete die Postbank erstmals an, auch für einen europäischen Partner offen zu sein. Erste Vorboten der gewünschten Fusionwelle gibt es bereits.

Die Frankfurter Skyline. Foto: apLupe

Die Frankfurter Skyline. Foto: ap

HB ELTVILLE. Es wäre erstrebenswert, wenn aus den vier großen Banken der Republik zwei führende Privatkundeninstitute entstünden, die in der europäischen Liga eine bedeutendere Rolle spielen könnten, sagte der Deutschland-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, am Freitag bei einer Branchenveranstaltung der "Financial Times Deutschland" im hessischen Eltville. Wie mögliche Fusionen unter den vier Geldhäusern - also Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank und Dresdner Bank - aussehen könnten, sei jedoch noch völlig offen. "Wir müssen uns zusammenschließen, weil unsere Nachbarn größer geworden sind", machte er deutlich.

Postbank-Chef Wolfgang Klein betonte dagegen: "Aus vier mach zwei ist für mich keine Notwendigkeit." Man müsse Konsolidierung "durchaus auch in einem europäischen Kontext sehen". Die Muttergesellschaft Deutsche Post prüft derzeit, wie die Zukunft ihrer Banktochter aussehen könnte. "Ich würde die Veränderung des deutschen Bankensystems durchaus in einer europäischen Dimension sehen wollen", sagte Klein.

Eine Option ist ein Verkauf des bei anderen Banken heiß begehrten Geldhauses. Bewerber um die größte deutsche Filialbank stehen bereits Schlange: So haben die Commerzbank und die Deutsche Bank bereits Interesse angemeldet. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte erst Mitte dieser Woche bekräftigt, dass die Postbank eine interessante Ergänzung für den deutschen Branchenprimus sein könnte.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Deutsche Bank heizt Spekulationen an

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