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12.12.2006 
Verfall der Gewinnmargen

Deutsche Leasing spürt Preiskampf

Die zur öffentlich-rechtlichen Sparkassengruppe zählende Deutsche Leasing leidet unter dem verschärften Preiswettbewerb. Ein „Heißhunger“ auf Neugeschäft habe zu einem Einbruch der Margen geführt, der bei seinem Haus rund 15 Prozent ausgemacht habe, berichtete Vorstandsvorsitzender Hans-Michael Heitmüller gestern auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt.

pk FRANKFURT. Nur über zusätzliches Neugeschäft in Höhe von 630 Mill. Euro habe man einen Rückgang des operativen Ergebnisses verhindern können. Konkrete Gewinnzahlen für das Geschäftsjahr 2005/2006, das am 30. September endete, will die Deutsche-Leasing-Gruppe im Frühjahr vorlegen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr weitete der Spezialfinanzierer der Sparkassen sein Neugeschäft bei beweglichen Wirtschaftsgütern – hauptsächlich Maschinen und Fahrzeuge – um 14 Prozent auf 5,15 Mrd. Euro aus. Mit einem Plus von elf Prozent im Inland konnte die Deutsche Leasing ihren Marktanteil nochmals ausbauen, da die Branche nur um 5,5 Prozent zugelegt hat. Zu den wichtigsten Wettbewerbern gehören die IKB, die zur Landesbank Baden-Württemberg zählende Süd-Leasing, die der französischen Bank Société Générale gehörende Gefa und die VR Leasing aus dem Lager der Volks- und Raiffeisenbanken. Außerdem berichtete Heitmüller auch wieder über verstärkte Anstrengungen der privaten Großbanken, im Leasing zu expandieren.

Einen Kurswechsel kündigte Vorstandsmitglied Rüdiger von Fölkersamb für das US-Geschäft an. Da sich aus der Kooperation mit der Bank of America „keine richtige Zusammenarbeit“ entwickelt habe, geht die Deutsche Leasing den dortigen Markt jetzt aus eigener Kraft an. Spätestens im Jahr 2008 wolle man mit einer eigenen Gesellschaft vor Ort präsent sein. Besser als erwartet verlief der Start in China, das Neugeschäft im neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahr erreichte 27 Mill. Euro und übertraf damit die erwartete Planzahl von 15 Mill. Euro.

Mit deutlichen Worten kritisierte das Management die Pläne der Bundesregierung zur Gegenfinanzierung der Unternehmenssteuerreform. Die aktuelle Gesetzesvorlage könne zu einem „Investitionsstopp“ führen, warnte Heitmüller. Die Pläne begünstigten vor allem Unternehmen mit älteren Fuhrparks und bestraften investierende Firmen.

Die Branche wehrt sich gegen die geplante Hinzurechnung des Finanzierungsanteils von Leasing-Raten zur Gewerbesteuer. Heitmüller glaubt nicht, dass die Pläne vollständig fallen gelassen werden, man hoffe aber wenigstens auf eine Gleichbehandlung mit der Kreditfinanzierung.

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