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26.01.2007 
Fonds DIT und DBI

Die Allianz strafft ihre Marken

von Christoph Hardt und Anke Rezmer

Die Allianz möchte als umfassender Finanzdienstleister, nicht nur als Versicherer wahrgenommen werden. Einen „strategischen Schritt“ dorthin stellt die gerade erfolgte Verschmelzung der deutschen Fondstöchter Deutscher Investment Trust (DIT) und DBI auf die Vermögensverwaltungssparte Allianz Global Investors (AGI) dar.

Die Marke "Allianz" wird sich auch für Fonds in Deutschland schnell etablieren, vermutet AGI-Chef Joachim Faber. Foto: dpa Lupe

Die Marke "Allianz" wird sich auch für Fonds in Deutschland schnell etablieren, vermutet AGI-Chef Joachim Faber. Foto: dpa

MÜNCHEN. „Gegenüber den Kunden treten wir nun international einheitlich auf“, sagte AGI-Chef Joachim Faber dem Handelsblatt. Der Konzern zeigt so deutlicher seine Stärke: Er ist der fünftgrößte Vermögensverwalter der Welt. Faber will den Ertrag der Sparte, der bei rund 1,2 Milliarden Euro liegt, jährlich um etwa zehn Prozent steigern.

Der AGI-Chef rechnet damit, dass sich die neue Marke „Allianz“ auch für Fonds in Deutschland schnell etabliert. Das Tempo hängt laut Experten davon ab, wie gut die Marke über Werbung platziert wird. „Ein Jahr könnte es dauern“, schätzt Roland Adams, Geschäftsführer der Unternehmensberatung EGC. Der Konzern sieht das ähnlich: Der Name „Allianz“ wird jetzt den Fonds von DBI/DIT vorangestellt, in etwa einem Jahr sollen die Zusätze wegfallen. DBI ist bisher die Marke für institutionelle, DIT die für private Investoren; beide Namen stammen von der Dresdner Bank, die seit 2001 zum Allianz-Konzern gehört.

Ein sinnvoller nächster Schritt für die Allianz als „globales Unternehmen mit starker Marke“ wäre nach Ansicht des Beraters Adams, die Dresdner Bank in Allianz-Bank umzubenennen. „Das ist allerdings ein mehrere Jahre dauernder Weg“, sagt er. Faber äußerte sich nicht dazu. Die Entscheidung, ob man in Deutschland mit mehreren oder nur mit einer Marke am Markt auftrete, stehe gegenwärtig nicht an, heißt es im Konzern. In Ungarn betreibt der Konzern bereits eine Allianz-Bank für das Privatkundengeschäft. Außerdem gab es für rund drei Jahre auch in Deutschland eine kleine „Allianz-Vermögensbank“. Dabei handelte es sich um die ehemalige Augsburger Aktienbank, die aber 2002 an den Versicherer LVM verkauft wurde und seitdem wieder unter dem alten Namen auftritt.

Mit der Umbenennung von DIT und DBI sei aber im Fondsbereich die Integration nun auch unter den Mitarbeitern abgeschlossen, sagt Faber. Nach Einschätzung von Brancheninsidern fehlt es jedoch auch in dieser Sparte nach wie vor an einem einheitlichen Geist. „Man toleriert sich – mehr nicht“, heißt es über das Verhältnis des Allianz-Lagers zu den Kollegen, die sich noch in der Dresdner Bank verwurzelt fühlen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Eine ordentliche Outperformance“

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