Für Faber rundet das „Rebranding“ von DIT und DBI auch den 1998 begonnenen Aufbau einer Kernsparte Vermögensverwaltung in der Allianz ab. Der Konzern hat seitdem acht bis zehn Mrd. Euro in neue Firmen investiert. In den USA übernahm er den Anleihespezialisten Pimco. Der bekannteste Pimco-Fonds, der Total Return Fund, enttäuschte zuletzt allerdings die Anleger. Faber nimmt Starmanager Bill Gross, der den Fonds über lange Jahre sehr erfolgreich geführt hat, jedoch in Schutz: „Auch 2006 hat Gross eine ordentliche Outperformance erreicht, sowohl gegenüber dem Markt als auch den Wettbewerbern.“ Gross hatte die Zinsentwicklung in den USA zeitweise falsch eingeschätzt.
Nach Fabers Einschätzung sind „knapp 90 Prozent der Fonds, gemessen an ihrer Dreijahresentwicklung, gut aufgestellt“. Er formuliert als Ziel, dass 70 Prozent der Portfolios für Profi-Kunden besser als der Vergleichsindex und 70 Prozent der Fonds für Private besser als die Konkurrenz abschneiden. Dies sei 2006 erfüllt worden, betonte er.
Ein neuer regionaler Schwerpunkt der AGI liegt laut Faber in Asien, wo das Haus in den vergangenen beiden Jahren mehr als elf Mrd. Euro eingesammelt hat. Das AGI-Vermögen liegt bei 1,2 Billionen Euro. Davon kommen 250 Milliarden aus dem eigenen Haus, von dem externen Vermögen stammen 63 Prozent aus den USA, 28 Prozent aus Europa und knapp ein Zehntel aus Asien.
In Deutschland ist der Allianz-Konzern nach eigener Aussage der größte Anbieter von Altersvorsorgeprodukten – hierbei spielt die Lebensversicherung nach wie vor eine große Rolle. AGI hält in der betrieblichen Altersvorsorge einen Marktanteil von einem knappen Viertel. Nachholpotenzial gibt es aber bei Fondsprodukten in der privaten Vorsorge: Bei der staatlich geförderten Riester-Rente beherrscht der Konkurrent Union Investment 90 Prozent des Fondsmarktes.

