Der Allianz-Konzern will sein finanzielles Engagement bei erneuerbaren Energien ausbauen: Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollten die Investitionen im Private-Equity-Geschäft der Allianz in Unternehmensbeteiligungen aus diesem Bereich um rund 300 bis 500 Mill. Euro aufgestockt werden, sagte Allianz- Vorstand Joachim Faber.
HB MÜNCHEN. Den Schwerpunkt will der Konzern auf Firmen legen, die Windkraftanlagen betreiben und herstellen. Dazu sei auch ein eigenes Tochterunternehmen, die Allianz Specialized Investments, aufgebaut worden.
Gemeinsam mit der Umweltstiftung WWF hat der Versicherungskonzern zudem eine Studie erarbeitet, die Schritte aufzeigt, wie die Risiken des Klimawandels im Versicherungs- und Bankgeschäft sowie bei der Anlagestrategie berücksichtigt werden können.
Jährlich steigt demnach das Risiko von Sachschäden im Versicherungsgeschäft durch den Klimawandel um zwei bis vier Prozent. Die Auswirkungen des Klimawandels seien mit einer Häufung von Wirbelstürmen, dem Abschmelzen des arktischen Eises und einer Zunahme von Dürren und Überschwemmungen bereits Realität, hieß es. In den vergangenen Jahren hätten solche Ereignisse bereits Milliarden- Schäden angerichtet. „Im Interesse unserer Kunden und Aktionäre müssen wir diese Risiken im Blick behalten, wenn wir Versicherungsrisiken übernehmen und über Finanzanlagen oder Kreditvergabe entscheiden“, erklärte Faber.
Um den Klimawandel und seine Folgen auch besser in strategische Entscheidungen einzubeziehen, will sich die Allianz künftig auf Vorstandsebene mit diesem Thema befassen und Klimarisiken im Bank-, Versicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft systematisch untersuchen. In der Zukunft sei mit steigenden Versicherungsprämien für Risiken, die durch den Klimawandel verursacht werden könnten, zu rechnen.

