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07.02.2008 

Weil eine ganze Reihe von Märkten nach den Verwerfungen noch immer schwer angeschlagen ist, bedroht die Krise aber auch Institute wie die Deutsche Bank, die in puncto Subprime-Abschreibungen bislang glimpflich davongekommen ist. „Es ist klar, dass der Boom im Investment-Banking erst einmal vorbei ist und dass die Zeichen auf Stellenabbau stehen“, meint ein Londoner Personalberater. Als Erstes würden Jobs im Anleihe- und Kreditgeschäft wegfallen, in jenen Sektoren, die im Zentrum der Subprime-Krise stehen. Sollten sich die Märkte aber nicht bald beruhigen, stünden auch in anderen Geschäftsbereichen Stellen auf dem Spiel, warnt der Berater.

Im Januar brach das lange Zeit lukrative Geschäft mit Kreditverbriefungen im Vergleich zum Vorjahr um über 80 Prozent ein. Gleichzeitig fiel das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen auf den tiefsten Stand seit vier Jahren. Außerdem mussten die Banken den Daten des Informationsdienstes Thomson Financial zufolge 21 geplante Börsengänge im Wert von sechs Mrd. Dollar absagen.

Besonders hart droht der Stellenabbau in Europa den Finanzplatz London zu treffen. Der Informationsdienst Experian warnt, dass in diesem Jahr bis zu 20 000 Angestellte in der City wegen der Finanzkrise ihren Job verlieren könnten. Sollten die Experian-Experten recht behalten, würde die Kreditkrise die City ähnlich hart treffen wie das Platzen der Internetblase Anfang des Jahrzehnts. Damals gingen ebenfalls rund 20 000 Stellen verloren. Noch drastischer war die Wirkung der letzten großen Rezession in Großbritannien Anfang der 90er-Jahre. Damals fielen der Wirtschaftskrise 40 000 City-Jobs zum Opfer. Zuletzt bot das Finanzviertel der Rekordzahl von 350 000 Menschen einen Arbeitsplatz.

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