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02.10.2008 
Vorwurf Vertrauensmissbrauch

DIHK-Chef Braun greift Banken an

Nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, haben die deutschen Banken das Vertrauen ihrer Kunden missbraucht. Weil die Banken ihre eigenen Produkte nicht mehr verstanden haben, hätten sie die Kunden schlecht beraten.

DIHK-Chef Ludwig Georg Braun wirft den Banken vor, das Vertrauen der Kunden missbraucht zu haben. Foto: dpaLupe

DIHK-Chef Ludwig Georg Braun wirft den Banken vor, das Vertrauen der Kunden missbraucht zu haben. Foto: dpa

HB KASSEL. Es sei überdeutlich, dass die "hochgelobten Fachleute ihre Produkte offensichtlich selbst nicht mehr verstanden haben", sagte Braun der in Kassel erscheinenden "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen". Die Kunden wären davon ausgegangen, zu ihrem Besten beraten zu werden. "Und das war nicht der Fall. Letzten Endes ist durch die Empfehlung und den Verkauf solcher Papiere die Gutgläubigkeit der Bürger missbraucht worden", sagte Braun.

Deshalb müssten "ernsthafte Konsequenzen" aus der Bankenkrise gezogen werden. Kredite sollten nicht mehr in dem Maße weiterverkauft werden dürfen wie bisher. Zwar sei es richtig, dass die Bundesregierung mit Bürgschaften einspringe, um noch größere Auswirkungen zu verhindern. "Aber die Frage stellt sich doch, wie es sein kann, dass deutsche Banken, die der deutschen Wirtschaft Basel II abverlangen, Papiere handeln, die aus Bankkreisen kommen, die Basel II nicht akzeptiert haben", sagte der Unternehmer. "Das muss beantwortet werden, und dahinter steht dann auch die Frage der Haftung."

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