Die Dresdner Bank beteiligt sich an der Rettungsaktion für den US-Anleiheversicherers Ambac. Das zum Versicherungsriesen Allianz gehörende Geldhaus wird dafür nach eigenen Angaben einen kleinen zweistelligen Millionenbetrag bereitstellen.
HB FRANKFURT. Das sagte der Leiter der Investmentbanking-Sparte Stefan Jentzsch am Montag in Frankfurt. Derzeit würden verschiedene Rettungsmöglichkeiten für den so genannten Monoliner diskutiert. "Wenn es zu dem kommt, was gegenwärtig auf dem Tisch liegt, werden wir uns an dem Paket beteiligen."
Die Dresdner Bank ist Teil einer weltweiten Gruppe von Banken, die Ambac
unter die Arme greifen will. Das Institut ist Kunde von Ambac
und anderen Monolinern wie MBIA.
Unter anderem sind bei der Hilfsaktion Institute wie die UBS,
Citigroup,
Wachovia
oder Barclays
beteiligt. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Reuters, der Ambac
-Rettungsplan
werde am Montag oder Dienstag präsentiert.
Den Anleiheversicherern drohen wegen der US-Hypothekenkrise milliardenschwere Verluste und der Entzug ihrer Top-Ratings. Ihre Bonitätsnoten "verleihen" sie an Bond-Emittenten, womit sich diese günstiger Geld am Kapitalmarkt beschaffen können. Monoliner übernehmen die Garantie für Zins- und Rückzahlungen von Anleihen. Weil die Versicherer aber selbst im US-Markt für bonitätsschwache Hypothekendarlehen (Subprime) engagiert sind, stehen sie seit mehreren Wochen besonders unter Druck.
Die bevorstehende Rettung von Ambac
hatte am Montag den Börsen rund um den Globus kräftigen Auftrieb verliehen. Anleger griffen verstärkt zu Finanz-Papieren und gaben damit auch dem Deutschen Leitindex Dax einen Schub, der zeitweise mehr als ein Prozent auf 6899 Punkte zulegte.
Die Dresdner Bank hat forderungsbesicherte Wertpapiere von 16 Mrd. Euro durch Monoliner abgesichert. Davon gelten 1,1 Mrd. Euro als "kritisch". Wie hoch ihr Engagement bei Ambac
ist, gab das Institut nicht bekannt. Eine Beteiligung an Rettungsaktionen für andere Monoliner komme für die Bank nach derzeitigem Stand nicht in Frage, sagte Jentzsch.

