0 Bewertungen
13.05.2008 

Nun müssen die Mitgliedsbanken der Mutter im Zuge der angekündigten Kapitalerhöhung nochmal mindestens 3,2 Mrd. Euro hinblättern, damit die Agrarbanker ihren Anteil von 54 Prozent am börsennotierten Spitzeninstitut halten können. Wie es in Bank-Kreisen heißt, wollen die Mitgliedsbanken die Kapitalstärkung gar zu 100 Prozent garantieren.

Wie es in Finanzkreisen heißt, war den genossenschaftlichen Banken schon länger die Ambitionen des Spitzeninstituts im Investment-Banking suspekt. Nun setzen sie das Messer an. Die Analysten des Brokers CM-CIC Securities vermuten, dass die Sparte Capital Markets wohl am stärkten zurückgefahren werden dürfte.

Gerade diese Sparte sollte Litzler ausbauen, als er im Jahr 2004 von der Société Générale abgeworben war. Dort hatte Litzler mit großem Erfolg das Geschäft mit Aktienderivaten aufgebaut. Diesen Erfolg sollte er bei Calyon wiederholen.

Wie es in Paris heißt, soll Litzler indes darauf gebaut haben, dass die globale Finanzkrise schnell vorbei geht. Entsprechend aggressiv soll sein strategischer Kurs gewesen sein, für dieses Jahr sollte internen Planungen zufolge der Umsatz um 20 Prozent zulegen.

Daraus dürfte nichts werden. Künftig wird sich Calyon primär auf die alte Stärke, das Finanzierungsgeschäft, konzentrieren. Ein Trost: Im Zuge der Finanzkrise sind hier die Margen wieder gestiegen.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Japan steckt in der Immobilienkrise  Artikel in Merkliste

07.09.2008, 07:00 Uhr

Fallende Bodenpreise und sinkende Büromieten bringen jetzt auch Japans Immobilienbranche in Bedrängnis. Die Aktienkurse von Immobilienentwicklern stürzen täglich weiter ab, nachdem mehrere Spieler insolvent geworden sind. Artikel


Anzeige