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13.06.2007 

Lupe

Was wird dann aus Wardanian, der sich als "Vater" der Bank sieht, dessen Charisma seine Leute in allen Krisen bei der Stange gehalten hat? Vielleicht sucht er schon nach neuen Herausforderungen: Bildung oder Wohltätigkeitsmanagement. Auf jeden Fall will er im Land bleiben. Hatte er doch Anfang der Neunziger zwei Szenarien gesehen: "Entweder Russland geht den Bach runter. Das Land ist aber so groß, dass ich dies überall auf der Welt zu spüren bekomme. Oder es wird ein Erfolg, und wenn ich bleibe, bin ich dabei."


Bankenparadies Moskau

Aufschwung: Russland profitiert von dem seit fünf Jahren anhaltenden Ölboom. Eine Rekordzahl von Unternehmen wagt den Sprung an die Börse, und die Konjunktur läuft besser als in jeder anderen großen Wirtschaftsnation Europas (s. Grafik). Gleichzeitig konkurrieren Neuankömmlinge aus den USA, allen voran Goldman Sachs, Merrill Lynch und Lehman, mit den ortsansässigen Konkurrenten Renaissance Capital, Troika Dialog oder Alfa Bank.

Rollenverteilung: Als Marktführer gilt nach wie vor Deutsche UFG. Troika Dialog nimmt unter den Finanzhäusern eine Sonderrolle ein, da sich die Bank wie keine andere auf russische Unternehmen konzentriert.

Fusionen: Ein weiterer Grund für den Zug der Investmentbanken nach Moskau sind die rasant wachsenden Übernahmeaktivitäten (M&A) russischer Firmen. Im weltweiten Vergleich liegt Russland zwar noch etwas zurück, seit 2005 hat sich das Volumen aber fast verdoppelt. In diesem Jahr dürfte der Wert der Übernahmen bei 90 Milliarden Dollar liegen.

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