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28.08.2008 
Finanzmarktturbulenzen belasten ebenfalls

Einstieg bei MLP verhagelt Swiss Life das Ergebnis

Der größte Schweizer Lebensversicherungskonzern Swiss Life hat sich nach dem Einstieg beim Finanzdienstleister MLP von seinen Gewinnzielen verabschiedet.

HB ZÜRICH. Da die Geschäfte schlecht liefen und der Aktienrückkauf zurechtgestutzt wurde, dürfte der Gewinn je Aktie erst 2010 und nicht wie bislang angepeilt schon dieses Jahr um zwölf Prozent pro Jahr zulegen.

Zu den weiteren Absichten bei MLP wollte Konzernchef Bruno Pfister am Donnerstag in einer Telefonkonferenz nichts sagen: "Wir werden unsere Pläne nicht bekanntgeben." Er sei von der strategischen Logik des Engagements überzeugt und habe Kontakt zum MLP-Management.

MLP hält wenig vom ungebetenen Großaktionär Swiss Life und hatte in der der Vorwoche die Versicherer Allianz, Axa und HBOS mit ins Boot geholt, um die Sperrminorität der Schweizer zu brechen.

Neben dem flauen Geschäft bekam Swiss Life im ersten Halbjahr auch die Finanzmarktturbulenzen zu spüren. Nur dank des Verkaufs von Geschäften legte der Nettogewinn auf 1,64 Milliarden Franken (rund eine Milliarde Euro) zu. Hingegen sank der Gewinn aus den fortgeführten Geschäften um zwei Drittel auf 152 Millionen Franken. Der Verkauf der Banca del Gottardo und der Tochtergesellschaften in den Benelux-Ländern Ende 2007 spülte 1,5 Milliarden Franken in die Kasse.

Swiss Life nahm auf seine Kapitalanlagen Wertberichtigungen von 1,2 Milliarden Franken vor. Die Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltenen Einlagen wuchsen um fünf Prozent auf 10,89 Milliarden Franken.

Für das Gesamtjahr stellte Swiss Life 1,8 Milliarden bis 1,9 Milliarden Franken Gewinn in Aussicht. Die Dividende solle wie bisher angekündigt bei 600 Millionen Franken liegen. Wegen des Einstiegs bei MLP werden nur noch Aktien für eine Milliarde statt wie bislang geplant für 2,5 Milliarden Franken gekauft.

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