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14.12.2006 
Allianz führt Ranking an

Ergo verliert Anteile in der Lebensversicherung

Der Ergo-Konzern hat 2006 in der Lebensversicherung Marktanteile verloren und liegt nun auf Platz drei hinter der Allianz und der AMB Generali. Eine Position, mit der sich Kurt Wolfsdorf, Leiter der Lebenssparte bei der Holding-Ergo, nicht zurfrieden geben will.

HB DÜSSELDORF. Während die Branche voraussichtlich um vier Prozent wachsen wird, haben die acht inländischen Ergo-Gesellschaften (Victoria, Hamburg-Mannheimer, Vorsorge, Karstadt-Quelle, Neckermann sowie zwei Pensionskassen und ein -fonds) das Prämienaufkommen nur gehalten, sagte Kurt Wolfsdorf, Er leitet seit Oktober die Lebenssparte bei der Holding-Ergo, die zur Münchener Rück gehört. Um die Wachstumsschwäche zu überwinden, will Wolfsdorf künftig auch Lebensversicherer oder Bestände zukaufen. Mit 6,07 Mrd. Euro Bruttoprämie kam die Ergo-Gruppe 2005 im deutschen Lebensversicherungsmarkt auf einen Anteil von 8,1 Prozent und damit auf Platz drei hinter der Allianz und der AMB Generali. Diese beiden Gruppen wuchsen nach Unternehmensangaben bis zum Ende des dritten Quartals 2006 schneller als der Branchendurchschnitt. „Mit Platz drei sind wir nicht zufrieden“, sagte Wolfsdorf. Als Grund sieht er die vor zwei Jahren begonnene Umstrukturierung des Konzerns, die vor allem im IT-Bereich zu großen Veränderungen führte. „Jetzt konzentrieren wir uns wieder auf den Markt“, sagte er.

Dass die Victoria zuletzt nur eine unterdurchschnittliche Überschussbeteiligung zahlen konnte, hält er nicht für ausschlaggebend . Die Gesellschaft hatte in der Vergangenheit Probleme mit ihrer Kapitalanlage, die immer noch ihre Möglichkeit einschränken, den Kunden Zinsen gutzuschreiben. Für 2007 will die Victoria eine laufende Überschussbeteiligung von 3,6 Prozent zahlen. Damit dürfte sie immer noch weit unter dem Marktdurchschnitt bleiben, der 2006 bei 4,2 Prozent lag. Die große Schwestergesellschaft Hamburg-Mannheimer wird die Sparanteile für 2007 mit 4,2 Prozent verzinsen.

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