Die Ergo Versicherungsgruppe will ihre Vertriebskraft weiter steigern. Aber nicht um jeden Preis.
dpa-afx FRANKFURT. "Schiere Größe reicht uns nicht, es muss wirklich ein Mehrwert geschaffen werden", sagte der Chef der Münchener Rück-Tochter Ergo,Lothar Meyer, im Gespräch mit der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Ergo sei an Unternehmen interessiert, die neue Vertriebskanäle oder Zugang zu neuen Kundengruppen bieten. Nach den jüngsten Übernahmen in der Versicherungsbranche rechnet Meyer damit, dass der Konsolidierungsdruck in den nächsten Jahren noch zunehmen wird.
Mit der Ertragslage zeigte sich Meyer zufrieden. "Wir haben unsere Ergebnisse in den vergangenen drei Jahren stetig verbessert und werden 2006 auch im Marktvergleich sehr gut aussehen, absolut und was die Eigenkapitalrendite angeht." In der Schaden- und Unfallversicherung gebe es Rückgänge im Kfz-Geschäft. Während Ergo im Lebensversicherungsgeschäft schlechter als der Markt abschneide, da eine große Zahl von Verträgen aktuell auslaufe, sähen das Riester-Geschäft und die fondsgebundenen Lebensversicherungen derzeit gut aus. Das Auslandsgeschäft entwickele sich gut.

