Ethikregeln der Deutschen Bank : Grundwerte wider den bösen Banker

Ethikregeln der Deutschen Bank
Grundwerte wider den bösen Banker

Deutschlands größtes Geldhaus verordnet seinen Mitarbeitern einen Verhaltenskodex. Mit sechs Grundwerten will die Deutsche Bank ihren Kulturwandel untermauern und das Bösewicht-Image abstreifen – ohne Wenn und Aber.
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FrankfurtDie neuen Schlagworte lauten Kundenfokus, Integrität, Partnerschaft sowie nachhaltiger Erfolg, Innovation und Disziplin. Diese Grundwerte gibt die Deutsche Bank ihren rund 100.000 Angestellten mit auf den Weg. Damit will die Doppelspitze aus Jürgen Fitschen und Anshu Jain das wegen zahlreicher Skandale, ausufernder Banker-Boni und skrupelloser Geschäfte in Verruf geratene Geldhaus wieder auf den rechten Pfad führen.

Mitarbeiter und Führungskräfte der Bank bastelten fasst ein Jahr lang an den Verhaltensregeln. Anfang Juli lud die Spitze 250 Top-Manager des Konzerns aus aller Welt nach Frankfurt. Zwei Tage lang diskutierten die über den Kodex und feilschten um die Formulierungen. Nun präsentiert das Führungsduo den Verhaltensleitfaden, der die neuen Werte der Deutschen Bank vermitteln soll. „Diese Werte sind der Kern all dessen, was wir tun und wie wir handeln“, heißt es in einer Mitteilung.

Besonders Fitschen, aber auch Aufsichtsratschef Paul Achleitner haben sich dem Projekt „Kulturwandel“ verschrieben. Als einen ersten Schritt haben sie eingeräumt, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden. Diese belasteten die Bank „materiell und - schlimmer noch - sie belasten unseren guten Ruf“, sagte Fitschen auf der Aktionärsversammlung Ende Mai. Die Deutsche Bank müsse deswegen „das Vertrauen unserer Kunden und das der Gesellschaft insgesamt neu gewinnen“.

Der verordnete Kulturwandel und der Ethikkodex sind nun der nächste Schritt, mit dem die Führung das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen will. Das ist dringend nötig. Die Aktionäre klagen über die teuren Gerichtsprozesse, mit denen sich das Institut herumschlägt: von Immobilien-Verbriefungen in den USA bis hin zu dem Streit mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch. Privat- und Geschäftskunden misstrauen der Beratung und Produkten, die allzu oft eher den Profit der Bank gesteigert, denn den Anlegern einen Nutzen geschaffen haben sollen.

Ein schlechtes Licht warf auch die Gier-Mentalität einzelner Händler auf die Bank. So jonglierte Christian Bittar mit Millionenbeträgen und soll einen Bonus von 80 Millionen Euro einstreichen. Die Verstrickung von Händlern in die Manipulation wichtiger Leitzinssätze wie des Libor warfen einen weiteren Schatten auf den Ruf der Bank. Besonders Jain, zuvor Chef des Investmentbanking, steht wegen solcher Vorgänge in der Kritik.

Mit solchen Fällen soll nun Schluss sein. Allein der kurzfristige Erfolg zählt nicht mehr. Gehälter und Boni bemessen sich nunmehr auch am langfristigen Erfolg der Bank. Wer sich nicht an die neuen Verhaltensregeln hält, „der ist bei der Deutschen Bank am falschen Ort“, hatte Fitschen bei der Präsentation der Jahreszahlen gesagt. Anrüchige Geschäfte will Deutschlands größtes Geldhaus meiden – und im Zweifel dafür auf Profit verzichten. Doch ob die Mitarbeiter auf allen Ebenen, von der Filiale bis zum Vorstand, immer konsequent auf den Lockruf der Millionen verzichten, ist offen.

Das Problem mit der Glaubwürdigkeit stellt sich jedenfalls immer noch: So warf die Nachrichtenagentur Bloomberg jüngst dem Geldhaus vor, mit einem Kniff Kredite aus der Bilanz zu nehmen und so Risiken schön zu rechnen. Illegal war das nicht. Zum Punkt „Integrität“ des vorgestellten Wertekatalogs schreibt die Bank aber: „Wir tun nicht nur das, was rechtlich erlaubt, sondern auch richtig ist.“

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  • "ach, und sie arbeiten ehrenamtlich in einem wohltätigen verein der keine gewinne erwirtschaften darf? schön für sie. in der freien wirtschaft wird geld verdient, denn so funktioniert das system. profite verteufeln, tz..."

  • ach, und sie arbeiten ehrenamtlich in einem wohltätigen verein der keine gewinne erwirtschaften darf? schön für sie. in der freien wirtschaft wird geld verdient, denn so funktioniert das system. profite verteufeln, tz...

  • Umso feiner, dass die DB-Grundwertekommission überhaupt noch eine Bank darstellen will.

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