Euro-Clearing: Der wichtigste Handelsplatz der EU

Euro-Clearing
Londons Banker zittern vor der EZB

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Der wichtigste Handelsplatz der EU

London ist der wichtigste Handelsplatz für Transaktionen in Euro. Nach Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich werden 75 Prozent des außerbörslichen Derivate-Handelsgeschäfts in Euro auf der Insel abgewickelt. In Frankreich liegt dieser Anteil bei 13 Prozent, in Deutschland bei zwei Prozent.

Londoner Clearinghäuser wickeln an einem durchschnittlichen Tag Handelsgeschäfte mit einem Volumen von mehr als 570 Milliarden Dollar ab. In der britischen Hauptstadt hat das größte Clearinghaus für Derivate seinen Sitz: LCH, eine Tochter der London Stock Exchange, die mit der Deutsche Börse fusionieren will. Die Clearinganbieter in London beschäftigen Experten zufolge direkt etwa 700 Mitarbeiter. Hinzu kommen mehr als 1000 Abwicklungs-Jobs bei Londoner Banken.

Clearinghäuser haben seit der Finanzkrise an Bedeutung gewonnen. Sie wickeln nicht nur Transaktionen zwischen zwei Handelspartnern ab, sie übernehmen auch die Risiken, die dabei entstehen können. Sie seien daher Schlüsselbestandteile des Finanzsystems, hatte die EZB ursprünglich bei der Forderung argumentiert, dass das Euro-Clearing auch in der Euro-Zone stattzufinden habe. Denn die Anbieter, so die europäische Notenbank, bündelten Kredit- und Liquiditätsrisiken, sodass Probleme zu Systemkrisen führen könnten.

Großbritannien wehrte sich damals mit einem anderen Argument: Ein solcher Standortzwang widerspreche dem freien Kapitalverkehr in der EU. Der Europäische Gerichtshof ging auf diese Argumente nicht ein – und konzentrierte sich vielmehr auf die Kompetenzüberschreitung der EZB.

Für einige britische Politiker war damals schon klar: Einen weiteren Sieg dieser Art würde es für London nicht geben: „Außerhalb der EU hätte das Vereinigte Königreich nicht klagen und dieses Ergebnis erzielen können“, sagte damals die britische Liberaldemokratin Catherine Bearder.

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Kommentare zu " Euro-Clearing: Londons Banker zittern vor der EZB"

Alle Kommentare
  • Herr Marc Hofmann23.09.2016, 12:53 Uhr
    Warum sollte London oder Großbritanien vor der EU zittern.
    Großbritanien hat sich mit dem Brexit aus der EU Bürokratie gelöst und kann damit seine eigenen politischen Rahmenbedingungen für die Finanz- und Marktwritschaft bestimmen.

    ..............

    Es war fast Zufall...was die Briten gerettet hat indem es zum BREXIT kam.

    Doch damit ist aber England noch nicht aus dem Dilema entlassen worden.

    Es kommt jetzt darauf an ...ob die BRITTEN ES VERSTEHEN WERDEN WELCHE KLUGE UND STRATEGISCHE KÖPFE MAN FÜR DIE ZUKUNFT ENGLANDS AN DER SPITZE DESSEN WIRTSCHAFT HINSTELLEN MUSS !

    ES IST DANN WIE BEI EINEM WIRTSCHAFTSKRIEG !!!

    NUR DER STRATEGISCHER GEWINNT !

    Und manchmal sind so kleine und fast nicht wichtig erscheinende Faktoren die Ausmassen dass ein Krieg durch Intelligenz gewinnen lässt !

    :-)))

    Hinweis genug GREAT BRITAIN ?

    MAKE " EU " FULL DOWN ! Thanks ! :-)))

  • EURO-CLEARING
    Londons Banker zittern vor der EZB
    von:
    Katharina Slodczyk
    Datum:
    23.09.2016 11:57 Uhr
    Londoner Banker befürchten nach dem Brexit-Votum einen erneuten Anlauf der EZB, die Abwicklung von Wertpapiergeschäften in die Euro-Zone zu holen. Gelingt dies, wäre der Finanzstandort geschwächt – mit schweren Folgen.

    .........................

    EUROPA BRAUCHT NUR EIN ZAUBER WORT :

    " EURO-CLEANING !!! "

    EUROPA MUSS BEREINIGT WERDEN...bei BANKEN, bei INDUSTRIEN, bei POLITIKERN und bei GESETZEN !!!

    Es wird wie eine Revolution sein was noch Europa zuvor steht...dafür muss aber niemanden verletzt werden.

    Ob die Europäer dieser Hinweis verstehen...lässt auf sich warten...wenn Europa es nicht verstehen wird...dann werden andere Machthaber aus andere Kontinente das Europäischen Kontinent zu Ihrer Gunsten bereinigen.

    :-)))


  • @ Herr Marc Hofmann

    Na ja, so ganz kann ich Ihrer Argumentation nicht folgen, wenn man sich den heutigen Artikel im HB bezüglich des Immobilienmarkts durchliest, so muss man konstatieren, dass es nicht nur leichte Erosionserscheinungen, sondern ein Kippen der Wirtschaftsdynamik in London gibt.

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