Der frühere UBS -Konzernchef Luqman Arnold will bei der Neuausrichtung der Schweizer Großbank mitmischen und schlägt die Aufspaltung in einen Vermögensverwalter und eine Investmentbank vor. Die Aktien reagierten mit einem Kurssprung.
HB ZÜRICH. Das Asset Management soll verkauft werden. In einem Brief seiner Investmentgesellschaft Olivant vom Donnerstag forderte Arnold ein Treffen mit UBS
-Vizepräsident
Sergio Marchionne noch vor der Generalversammlung am 23. April.
Olivant hält nach eigenen Angaben rund 0,7 Prozent des UBS
-Kapitals.
Die Gesellschaft wäre damit einer der zehn größten Aktionäre.
Die UBS
-Aktien
reagierten mit einem Kurssprung von anfänglich fast fünf Prozent und notierten gegen 10.30 Uhr noch 2,4 Prozent höher bei 33,18 Franken.
Nach Ansicht des früheren UBS
-Chefs
braucht die Bank über die angekündigte Kapitalerhöhung von 15 Mrd. Franken hinaus weitere Mittel für eine über alle Zweifel erhabene Kapitalbasis. Deswegen sollten neben dem Asset Management unter anderem auch die brasilianischen Tochtergesellschaft Pactual verkauft werden. Kritik übte er auch an der Führungsstruktur: Verwaltungsratsmitglieder sollten künftig keine exekutiven Funktionen mehr wahrnehmen. Marchionne selbst schlug er als Verwaltungsratspräsident für die Zeit der Neuausrichtung der Bank vor.
Der Brite Arnold war Ende 2001 nach weniger als einem Jahr an der Spitze der UBS
wegen Meinungsverschiedenheiten mit Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel als Konzernchef gegangen.
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