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04.04.2008 
Luqman Arnold

Ex-Chef schlägt Aufspaltung der UBS vor

Der frühere UBS -Konzernchef Luqman Arnold will bei der Neuausrichtung der Schweizer Großbank mitmischen und schlägt die Aufspaltung in einen Vermögensverwalter und eine Investmentbank vor. Die Aktien reagierten mit einem Kurssprung.

Das Logo der Schweizer Bank UBS. Foto: dpa Lupe

Das Logo der Schweizer Bank UBS. Foto: dpa

HB ZÜRICH. Das Asset Management soll verkauft werden. In einem Brief seiner Investmentgesellschaft Olivant vom Donnerstag forderte Arnold ein Treffen mit UBS -Vizepräsident Sergio Marchionne noch vor der Generalversammlung am 23. April.

Olivant hält nach eigenen Angaben rund 0,7 Prozent des UBS -Kapitals. Die Gesellschaft wäre damit einer der zehn größten Aktionäre.

Die UBS -Aktien reagierten mit einem Kurssprung von anfänglich fast fünf Prozent und notierten gegen 10.30 Uhr noch 2,4 Prozent höher bei 33,18 Franken.

Nach Ansicht des früheren UBS -Chefs braucht die Bank über die angekündigte Kapitalerhöhung von 15 Mrd. Franken hinaus weitere Mittel für eine über alle Zweifel erhabene Kapitalbasis. Deswegen sollten neben dem Asset Management unter anderem auch die brasilianischen Tochtergesellschaft Pactual verkauft werden. Kritik übte er auch an der Führungsstruktur: Verwaltungsratsmitglieder sollten künftig keine exekutiven Funktionen mehr wahrnehmen. Marchionne selbst schlug er als Verwaltungsratspräsident für die Zeit der Neuausrichtung der Bank vor.

Der Brite Arnold war Ende 2001 nach weniger als einem Jahr an der Spitze der UBS wegen Meinungsverschiedenheiten mit Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel als Konzernchef gegangen.

UBS hatte am vergangenen Dienstag Abschreibungen von noch einmal 19 Mrd. Dollar auf amerikanische Ramsch-Hypotheken und einem Verlust von etwa zwölf Mrd. Franken allein im ersten Quartal 2008 bekanntgegeben. Verwaltungsratschef Ospel nahm darauf hin über Nacht seinen Hut. Mit insgesamt 37 Mrd. Dollar musste UBS so viel abschreiben wie bisher keine anderes Geldhaus auf der Welt.

UBS muss ihre Aktionäre um weitere 15 Mrd. Franken Kapitalerhöhung angehen, nachdem bereits im Dezember, als die Bank die erste Milliardenabschreibung gemeldet hatte, der Staatsfonds GIC aus Singapur und ein nicht genannter, mutmaßlich aus Saudi Arabien kommender Investor mit 13 Mrd. Franken eingesprungen waren.

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