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29.08.2007 
Corealcredit

Ex-Gewerkschaftsbank AHBR lässt rote Zahlen hinter sich

Nachdem die ehemalige Gewerkschaftsbank AHBR ist durch riskante Zinsgeschäft in die Krise geraten war, wollte sie unter dem neuen Namen Corealcredit die Vergangenheit hinter sich lassen. Offenbar erfolgreich: Für das Gesamtjahr erwartet das Institut nach Milliardenverlusten „ein weitgehend ausgeglichenes Ergebnis“.

dpa FRANKFURT/MAIN. Im ersten Halbjahr 2007 belief sich der Verlust auf 6,1 Millionen Euro, wie die Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Für das Gesamtjahr erwartet das Institut „ein weitgehend ausgeglichenes Ergebnis“. Für das erste Halbjahr 2006 waren noch 262,5 Millionen Euro Verlust ausgewiesen worden, für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr ein Minus von 575 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten 2007 erwirtschaftete die Bank einen Zins- und Provisionsüberschuss von 19,4 Millionen Euro.

Die Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) war nach riskanten Zinsgeschäften nur knapp der Pleite entronnen. Ende 2005 übernahm die US-Fondsgesellschaft Lone Star die AHBR, die als Immobilien- und Pfandbriefbank beispielsweise gewerbliche Immobilienprojekte finanzierte. Derzeit läuft vor dem Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) ein Prozess gegen fünf Ex-Manager der Bank, von denen das Institut insgesamt 250 Millionen Schadenersatz fordert.

Unter dem neuen Namen Corealcredit startete die Bank in diesem Jahr einen Neuanfang. „Mit einem Neugeschäftsvolumen von 356 Millionen Euro haben wir die Planziele für des erste Halbjahr 2007 erreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Corealcredit Bank AG, Claus Nolting, laut Mitteilung der Bank. Das Institut versicherte, es habe weder direkte noch indirekte Engagements im kriselnden Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite.

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