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13.04.2005 
Bundesregierung will erst zur Jahresmitte entscheiden

Extremus fordert Staat

Der Terrorversicherer Extremus hofft auf eine Verlängerung der Staatshaftung über das Jahresende hinaus. Das sagte gestern Vorstandschef Bruno Gas. Die Bundesregierung hält sich jedoch noch bedeckt.

cd KÖLN. „Über die Verlängerung der Vereinbarung wird rechtzeitig zur Jahresmitte entschieden werden“, kündigte eine Sprecherin des Bundesfinanzmininsteriums auf Anfrage an. Dabei werde auch die Situation der Terrorversicherer in anderen Ländern berücksichtigt, ebenso wie die schwache Nachfrage nach einer Deckung.

Ende des Jahres laufen die dreijährigen Haftungszusagen des Bundes aus. Demnach würde der Staat im Ernstfall eine Deckung von acht Mrd. Euro bereitstellen, wenn die zwei Mrd. Euro privatwirtschaftliche Deckung aufgebraucht wären.

Der Antrag auf Verlängerung von Extremus wird von der Industrie unterstützt. Die Bundesregierung soll zudem die Versicherung von Wechselwirkungsschäden im Ausland genehmigen. Hier geht es um Kosten einer Betriebsunterbrechung innerhalb Deutschlands, die auf einen Terrorschaden bei einer ausländischen Tochter zurückgehen.

Die Existenz von Extremus sei wichtig, warb Gas. Die Versicherungswirtschaft könne die Risiken allerdings nicht alleine decken. Die Staatshaftung sei für Extremus eine wichtige Grundlage, denn die Terrorgefahr habe nicht abgenommen. In den europäischen Nachbarstaaten würden entsprechende Spezialversicherer weitergeführt, und auch im US-Kongress mehrten sich die Anzeichen für eine Fortsetzung des Angebots.

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