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17.07.2008 
Möglicher Betrug

FBI ermittelt gegen zusammengebrochene Indymac

Die am Freitag zusammengebrochene US-Hypothekenbank Indymac ist bei den Ermittlungen zu Betrugsdelikten im Zuge der Subprimekrise in den Fokus der FBI-Fahnder gerückt. Die US-Bundespolizei ermittele insgesamt gegen rund zwei Dutzend Banken – darunter befinde sich auch das kalifornische Finanzhaus, berichtet das „Wall Street Journal“.

Der kalifornische Hypothekenfinanzierer Indymac war das letzte Opfer der Subprimekrise. Foto: ReutersLupe

Der kalifornische Hypothekenfinanzierer Indymac war das letzte Opfer der Subprimekrise. Foto: Reuters

HB WASHINGTON. Indymac war am vergangenen Freitag von der US-Bankenaufsicht (OTS) wegen einer akuten Liquiditätslücke der Kontrolle des staatlichen Einlagenversicherungsfonds FDIC unterstellt worden. Die Unterstellung von Indymac-Bank unter staatliche Kontrolle war durch einen schlagartigen Vertrauensverlust der Kunden mitverursacht worden. Seit Juni hatten diese 1,3 Mrd USD an Einlagen zurückgefordert, nachdem Zweifel an der Solidität des Unternehmens an die Öffentlichkeit gelangten.

Die Bank sei „wegen einer Liquiditätskrise“ geschlossen worden, sagte der Direktor der Aufsichtsbehörde, John Reich. Sie werde fortan als Bundesbank Indymac weitergeführt. Nach Angaben des „WSJ“ war der Zusammenbruch des in Pasadena ansässigen

Unternehmens die drittgrößte Bankenpleite in der US-Geschichte. In den vergangenen drei Geschäftsquartalen hatte Indymac jeweils dreistellige Millionenverluste verzeichnet. Innerhalb eines Jahres büßte das Unternehmen 99% seines Börsenwertes ein - die Notierung fiel von 28 $ auf zuletzt 0,28 Dollar. Neben Indymac ermittelt das FBI nach Angaben des „WSJ“ aktuell gegen 20 weitere Finanzhäuser. Dazu gehöre unter anderem auch deren ehemalige Muttergesellschaft, Countrywide Financial, die von der Bank of America übernommen worden war.

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