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20.08.2008 
Vorstand wenig optimistisch

Finanzkrise drückt Gewinn von HSBC Trinkaus

Die weltweite Finanzmarktkrise drückt den Gewinn der Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus. Das zu Europas größter Bank HSBC gehörende Institut verbuchte im ersten Halbjahr einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 15 Prozent auf 101,4 Mill. Euro.

rtr DÜSSELDORF. Der Überschuss sank um knapp 18 Prozent auf 69,5 Mill. Euro. Damit sei die Bank im Vergleich zu anderen noch glimpflich davongekommen, sagte Vorstandsprecher Andreas Schmitz am Mittwoch: "Wir haben ein belastbares Geschäftsmodell." Trinkaus konzentriert sich auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden, Firmenkunden sowie institutionellen Anlegern.

Von den Turbulenzen an den Kapitalmärkten sei das Handelsgeschäft am stärksten betroffen. Hier sank das Ergebnis im Halbjahr um 4,3 Prozent auf 62,4 Mill. Euro. Der Zinsüberschuss dagegen legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,6 Prozent auf 63,3 Mill. Euro zu, der Provisionsüberschuss um 8,2 Prozent auf 178,6 Mill. Euro. Wegen der erstmaligen Konsolidierung des Wertpapierabwicklers ITS stieg der Verwaltungsaufwand um 15,4 Prozent auf 204,4 Mill. Euro.

Der Vorstand zeigte sich wenig optimistisch, dass sich die Kapitalmärkte im zweiten Halbjahr erholen. Daher würden 2008 die Rekordwerte des Vorjahres voraussichtlich nicht erreicht. Ziel sei aber, das Ergebnis des Jahres 2006 zu übertreffen. Damals hatte die Bank einen Betriebsgewinn von 182,5 Mill. Euro verbucht und einen Überschuss von 114,6 Mill. Euro. Der Mutterkonzern HSBC hatte im ersten Halbjahr wegen milliardenschwerer Abschreibungen einen Gewinneinbruch um 28 Prozent auf 10,2 Mrd. Dollar verbucht.

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