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28.04.2008 
Rote Zahlen

Finanzkrise setzt LBBW weiter zu

Die Finanzmarktkrise hat bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auch zum Start ins Jahr 2008 tiefe Spuren hinterlassen. Trotzdem gibt sich LBBW-Chef Siegfried Jaschinski zuversichtlich.

HB STUTTGART. Seit Jahresbeginn seinen Belastungen von rund 450 Mill. Euro angefallen, sagte Jaschinski am Montag in Stuttgart. Im ersten Quartal werde insgesamt mit einem Fehlbetrag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich gerechnet. Im Jahr 2007 war die größte deutsche Landesbank bereits mit 1,1 Mrd. Euro durch die Finanzkrise belastet worden. Der Jahresüberschuss brach um zwei Drittel auf 311 Mill. Euro ein.

Im ersten Quartal beliefen sich die ergebniswirksamen Bewertungsverluste bei strukturierten Produkten auf rund 250 Mill. Euro, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Bei Kreditausfallversicherungen seien Wertkorrekturen von etwa 200 Mill. Euro notwendig geworden. In der Neubewertungsrücklage schlagen nach Angaben des Managers außerdem vorübergehende Belastungen bei strukturierten Produkten von rund 650 Mill. Euro zu Buche.

Jaschinski zeigte sich jedoch überzeugt davon, dass der überwiegende Teil der Bewertungsverluste nur vorübergehend sein werde. "Wir werden den überwiegenden Teil der Wertkorrekturen im Laufe der Zeit, spätestens aber bei der Endfälligkeit der Papiere, wieder aufholen." Weitere Belastungen wegen der Finanzmarktkrise seien aber nicht auszuschließen. Das Ende der Krise könne nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Das Schlimmste an den Finanzmärkten scheine aber überstanden zu sein, sagte der LBBW-Chef.

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