Die Folgen der Finanzkrise haben die Landwirtschaftliche Rentenbank im ersten Halbjahr trotz eines glänzenden operativen Geschäfts in die roten Zahlen gedrückt.
HB FRANKFURT. Bewertungsverluste von 123,8 Millionen Euro auf den Bestand an Wertpapieren und die eigenen Verbindlichkeiten machten die Betriebergebnissteigerung auf 110,4 (Vorjahr: 75,3) Millionen Euro zunichte, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Die Korrekturen seien Ergebnis einer schlechteren Bonität der Partnerbanken, über die die Rentenbank ihre Kredite vermittelt. So stand unter dem Strich ein Verlust von 13,6 Millionen Euro, ein Jahr zuvor hatten noch 104,8 Millionen Euro Gewinn zu Buche gestanden.
Das operative Ergebnis vor Bewertungseffekten werde 2008 das Vorjahresniveau wohl übertreffen. Ob der Frankfurter Förderbank für die Landwirtschaft auch unter dem Strich ein ausgeglichenes Ergebnis gelinge, sei noch offen, da auch im zweiten Halbjahr Bewertungsverluste zu erwarten seien, hieß es im Zwischenbericht. Mit tatsächlichen Ausfällen sei aber nicht zu rechnen, sagte Vorstandssprecher Marcus Dahmen. Die Rentenbank halte die abgewerteten Papiere bis zur Fälligkeit. Dann könnten die Rückstellungen voraussichtlich wieder aufgelöst werden und steigerten dann den Gewinn.
Das Neugeschäft der Rentenbank wuchs im ersten Halbjahr 2008 kräftig auf 13,4 von 8,9 Milliarden Euro. Dabei legten vor allem Förderkredite für die Landwirtschaft und verbriefte Finanzierungen zu. Vor allem für Wirtschaftsgebäude und den Kauf von Agrarflächen seien die Kredite verwendet worden. Die Margen im Neugeschäft seien gestiegen, der Zinsüberschuss legte daher auf 147,2 (102,6) Millionen Euro zu.

