Der Schweizer Allspartenversicherer Baloise
hat im ersten Halbjahr 2007 die Finanzmarktkrise zu spüren bekommen und einen Gewinneinbruch von 42 Prozent auf 274 Millionen Franken verzeichnet. Bei der Prognose sind die Schweizer entsprechend zurückhaltend.
HB ZÜRICH. Für das Gesamtjahr wollte sich der in Basel beheimatete Konzern nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und stellte lediglich ein gutes Ergebnis in Aussicht. Die Aktionäre dürfen sich auf eine gleichbleibende Dividende von 4,50 Franken je Aktie einstellen.
Baloise
fuhr eine der höchsten Aktienquoten in der Branche und nun zeigten sich die negativen Seiten. Der Anlageertrag brach um 42 Prozent auf 820 Millionen Franken ein. Baloise
schrieb 200 Millionen Franken auf sein Aktienportfolio ab und fuhr seine Aktienquote dramatisch zurück: Ende Juni entfielen sieben Prozent der Anlagen auf Beteiligungspapiere nach noch 13 Prozent zum Jahresende 2007.
Aber auch das Versicherungsgeschäft verlief stockend. Das gesamte Geschäftsvolumen inklusive fondsgebundener Lebensversicherungen wuchs lediglich um 1,7 Prozent auf 4,97 Milliarden Franken. Weil im Gegensatz zum Vorjahr Grossschäden ausblieben, verbesserte sich in der Sach- und Unfallversicherung die Rentabilität: Der Schaden-Kosten-Satz sank um 3,3 Prozentpunkte auf netto 92,3 Prozent. Die Lebensversicherung hingegen litt stark unter den turbulenten Finanzmärkten: Das Spartenergebnis sank um 60 Prozent.
Baloise
strebt nach weiteren Angaben mittelfristig weiterhin eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 15 Prozent sowie eine kontinuierliche Steigerung des Gewinns pro Aktie an. Der Schaden-Kosten-Satz soll deutlich unter 100 Prozent gehalten werden.
Die Baloise
-Aktien reagierten mit einem Kursrückgang um über fünf Prozent auf 95,40 sfr. Analysten hatten durchschnittlich mit 388 Millionen Franken Halbjahresgewinn gerechnet.

