„Da der Kuchen insgesamt größer wird, geht der Marktanteil der Finanzinvestoren zurück“, meint Stelter. Absolut betrachtet, werde das Volumen der von Private-Equity-Gesellschaften angestoßenen Transaktionen aber nicht sinken. Dazu sei der Anlagedruck der Fonds mit einem Volumen, das in den zweistelligen Milliardenbereich reichen kann, zu groß.
Allerdings können die immer größer werdenden Fonds zusammen mit den nach wie vor reichlich und günstig fließenden Krediten zur Übernahmefinanzierung auch für Probleme sorgen. Die Kaufpreise steigen, die Finanzierungsmodelle werden immer riskanter. Skeptiker sehen erste Anzeichen einer Überhitzung. Erst vor kurzem warnte die Ratingagentur Standard & Poor’s vor den sehr aggressiven Finanzierungsstrukturen. Die Schulden, die die Investoren zur Finanzierung von großen Zukäufen aufnähmen, seien – relativ zu den Gewinnen der Firmen – so hoch wie nie zuvor.
„Das ist in Ordnung, solange die Unternehmensplanungen solide sind und die Zinsen nicht deutlich steigen“, meint Private-Equity-Manager Krümmer. Doch genau daran hat Berater Stelter bisweilen seine Zweifel: „Im Schnitt werden in diesem Jahr wohl die Unternehmen die besseren Deals machen als die Finanzinvestoren“, sagt er.

