Wünschenswert sei auch eine "erfolgreiche Beteiligung" der WestLB an der Mittelstandsbank IKB,
die zum Verkauf steht. Die Düsseldorfer Mittelstandsbank hatte sich am US-Hypothekenmarkt verspekuliert und muss mit Milliardenhilfen gestützt werden.
Der Verlust der WestLB habe 2007 wie erwartet etwa eine Mrd. Euro betragen, sagte Linssen. Wie das Land die daraus resultierende Zusatzbelastung von etwa 380 Mill. Euro aufbringen wird, ließ Linssen offen. Möglicherweise werde der Betrag in den Nachtragshaushalt 2008 eingebracht.
Bis Ende des Monats werde die WestLB Details ihrer künftigen Ausrichtung präsentieren. "Die Bank wird nicht weitermachen wie bisher, sondern sich stärker auf einzelne Bereiche fokussieren", bekräftigte Linssen. Dem Institut fehlt seit Jahren ein tragfähiges Geschäftsmodell.
Zudem waren 2007 hohe Verluste durch Fehlspekulationen im Eigenhandel und Engagements am US-Hypothekenmarkt entstanden. Auch die Nachfolge des Chefs Alexander Stuhlmann ist noch ungeklärt. Er hatte das Amt im Juli übernommen und wollte es ursprünglich nach einer raschen Fusion Ende März wieder abgeben. Laut Finanzkreisen will ihn der Aufsichtsrat überreden, länger zu bleiben.

