Formel-1-Rechte: BayernLB erhält Millionen-Entschädigung von Gribkowsky

Formel-1-Rechte
BayernLB erhält Millionen-Entschädigung von Gribkowsky

Keine Wiedergutmachung, aber mehr als nur ein Trostpflaster: Die BayernLB erhält von ihrem Ex-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky eine Entschädigung im zweistelligen Millionenbereich. Es geht um Untreue und Bestechung.
  • 1

DüsseldorfGerhard Gribkowsky versucht sich an Wiedergutmachung. Der ehemalige Risikovorstand der bayerischen Landesbank, BayernLB, hat seinem einstigen Arbeitsgeber elf Millionen Euro aus dem Vermögen seiner österreichischen Sonnenschein-Stiftung überwiesen, wie das „Manager Magazin“ berichtet. Gribkowsky verbüßt derzeit eine insgesamt achteinhalb Jahr lange Haftstrafe wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung.

Die BayernLB wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern. Gribkowskys Anwalt Daniel Amelung bestätigte lediglich, dass eine „umfangreiche Schadenswiedergutmachung“ geleistet worden sei. Der damalige Risikovorstand hat den Verkauf der BayernLB-Anteile an der Rennsportserie Formel 1 zu verantworten. Käufer war der britische Investor CVC, der Preis lag eigenen Angaben zufolge deutlich unter Marktwert.

Gribkowsky gab zu, für die Transaktion, die ganz im Sinne von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone war, 32,5 Millionen Euro Handgeld erhalten zu haben. Das wiederum hat der heute 56-Jährige nicht versteuert.

Prinzipiell sei Stiftungsvermögen nicht antastbar, es gibt jedoch Ausnahmen. Das „Manager Magazin“ berichtet, dass mit Billigung des Vorstandsgründers, Gribkowsky selbst, ein neuer Vorstand eine solche Summe auszahlen darf. Das Verfahren wegen Bestechung gegen Ecclestone wurde gegen eine Auflage von 100 Millionen Dollar eingestellt. Ausstehend ist noch eine Schadensersatzklage der Bank gegen Ecclestone. Streitwert: mindestens 345 Millionen Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Formel-1-Rechte: BayernLB erhält Millionen-Entschädigung von Gribkowsky"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • seine Stiftung zahlt, damit er alles behalten kann? was für eine Schweinebacke, ha?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%